Betreuungsgruppe für Demenzkranke
Vorreiter in Sachen Betreuungsangebot

Telgte -

Seit 20 Jahren gibt es ein Betreuungsangebot für Demenzkranke in Telgte. Das wurde jetzt gefeiert.

Dienstag, 17.10.2017, 16:10 Uhr

Irmgard Alfermann (5.v.l.) und ein Teil ihres Teams. Seit 20 Jahren gibt es das Betreuungsangebot für Demenzkranke in Telgte.
Irmgard Alfermann (5.v.l.) und ein Teil ihres Teams. Seit 20 Jahren gibt es das Betreuungsangebot für Demenzkranke in Telgte. Foto: Große Hüttmann

Irmgard Alfermann war eine Vorreiterin, daran ließ Dr. Tilman Fey , Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Münster, keinen Zweifel. „Als sie vor zwei Jahrzehnten die Betreuungsgruppe für Demenzkranke ins Leben gerufen haben, da war das Thema in der breiten Öffentlichkeit noch gar nicht richtig angekommen.“ Und, auch daran ließ er im Rahmen einer Feierstunde im Pfarrzentrum St. Clemens keinen Zweifel: „Mit viel Engagement, Weitblick und zahlreichen Helferinnen und Helfern haben Sie etwas geschaffen, das Vorzeigecharakter hatte und hat.“

Buch geführt haben Irmgard Alfermann und ihr Team nie, daher gibt es auch keine genauen Zahlen. Aber etwa 220 Gäste, diesen Ausdruck verwenden die Ehrenamtlichen für die zu Betreuenden, haben im Laufe der zwei Jahrzehnte von dem Angebot profitiert – und natürlich deutlich mehr Angehörige, die währenddessen eine Auszeit vom alltäglichen Pflegestress nehmen konnten. Aktuell kümmert sich ein Team von zwölf Ehrenamtlichen um die Gäste.

An die Anfänge ihrer Gruppe kann sich Irmgard Alfermann noch gut erinnern. Aus ihrer beruflichen Erfahrung in der Kranken- und Altenpflege wusste sie um den Bedarf und informierte sich seinerzeit bei einer Gruppe in Münster, bevor sie in Telgte den Stein ins Rollen brachte. „Bereits beim ersten Termin hatte ich sieben Ehrenamtliche, die mich und das Anliegen unterstützt haben, und bereits neun Gäste kamen“, sagte sie am Rande der Feierstunde.

Schnell machte sich das Angebot einen Namen, zudem wurde in Westbevern ein gesonderter Termin ausgerichtet. Zeitweilig gab es sogar eine lange Warteliste, so begehrt war die Betreuung.

Trotz des Erfolgs: So langsam denkt Irmgard Alfermann, inzwischen 75 Jahre alt, ans Aufhören. Sie sucht eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger, der ihre Aufgaben in der Gruppe übernehmen kann. Am 16. Dezember, dann wird die Nikolausfeier der Gruppe sein, will sie endgültig einen Schlussstrich ziehen. Bis dahin hofft sie auf Interessenten.

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