Spielschiff im Dümmert-Park
Teures „Traumschiff“

Telgte -

Das Spielschiff im Dümmert-Park ist in die Jahre gekommen. Der Jugendausschuss entschied in seiner Sitzung, dass es nicht saniert wird. Ein neues Gerät soll angeschafft werden. Nur ist noch offen, wie dieses aussehen soll, was es kosten darf und an welcher Stelle es platziert werden soll.

Freitag, 10.11.2017, 20:11 Uhr

So stellen sich die Planer den Spielplatz vor. Das alte Spielschiff ist in die Jahre gekommen.
So stellen sich die Planer den Spielplatz vor. Das alte Spielschiff ist in die Jahre gekommen. Foto: Planungsbüro naturspielraum/Foto:Flockert

Kinder würden sofort „Ja“ sagen. Aber so einfach ist das Ganze für Kommunalpolitiker nicht, wenn es darum geht, über Summen von über 100 000 Euro für ein neues Spielschiff auf dem Spielplatz im Dümmert-Park zu entscheiden. Und so blieb am Donnerstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Sport und Soziales offen, welche Variante eines neues Spielgerätes angeschafft werden soll – und ob es am derzeitigen Platz installiert werden soll. Einzig steht fest, dass das alte, inzwischen 30 Jahre alte Schiff nicht saniert wird.

Einstimmig beschlossen wurde, vor einer endgültigen Entscheidung prüfen zu lassen, ob die Bezirksregierung das Aufstellen eines neuen Spielschiffes am momentanen Platz, dann aber erhöht, um ständige Überflutungen zu vermeiden, überhaupt genehmigen würde. Als Alternativstandort schlug die CDU vor, die ebenfalls im Dümmert-Park gelegene, etwas höhere Fläche unweit des Pavillons zu nutzen.

Ihno Gerdes vom Fachbereich 6 Planen, Bauen und Umwelt stellte die Alternativen vor. Die 15 000 Euro teure Sanierung des alten Spielschiffs schied schnell aus. Auch deshalb, weil nach einer Sanierung Geräte wie Schaukeln wegen neuer DIN-Normen nicht mehr angebracht werden dürfen.

Glücklich waren die Ausschussmitglieder auch nicht wirklich mit Variante Nummer zwei: einem neun mal fünf Meter großen Spielschiff „von der Stange“, das inklusive Bau einer Erhöhung und Aufstellen zwischen 30 000 und 50 000 Euro kosten würde.

Wünschen würden sich nicht nur Kinder ein Spielgerät der Firma „Ghepetto“, für das das Planungsbüro „naturspielraum“ schon einmal eine Ideenskizze entworfen hat. Die Planer möchten das Spielgelände zum Fluss hin öffnen, um einen Blick auf das Wehr und das schäumende Emswasser zu eröffnen. Ein Zaun würde aber dafür sorgen, dass die lieben Kleinen nicht so einfach ans Wasser gelangen können. Das Gerät selbst würde eine Fülle von Spielanreizen bieten.

Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtkosten für dieses „Traumschiff“ lägen inklusive Infrastruktur zwischen 100 000 und 130 000 Euro. Allein das Schiff hat einen Preis von 87 000 Euro.

Ihno Gerdes berichtete, dass im städtischen Haushalt für 2018, 50 000 Euro für ein neues Spielschiff vorgesehen sind. Weitere 35 000 Euro sollen für Geräte auf weiteren Spielplätzen eingestellt werden. „Die Gesamtsumme von 85 000 Euro könnte aber auch auf einen Standort konzentriert werden“, so Gerdes.

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