Die Sonnenenergie nutzen
Stadtwerke ETO starten Projekt zur Photovoltaik-Förderung / Eigennutzung statt Einspeisung

Telgte -

In Telgte und Westbevern ist es augenscheinlich ruhig um das Thema Photovoltaik – die Sonnenenergienutzung zur Stromgewinnung – geworden. „Leider hat sich in vielen Köpfen festgesetzt, dass sich das Ganze aufgrund der stetig gesunkenen Einspeisevergütung nicht mehr lohnt“, sagt Konstantin Krass von den Stadtwerken ETO. Das, betonte er aber ausdrücklich, sei nicht richtig. Das neue Zauberwort heiße Eigenverbrauch, also die Nutzung des auf dem eigenen Dach produzierten Stroms in den eigenen vier Wänden, anstatt ihn in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Dienstag, 14.11.2017, 16:11 Uhr

Winfried Münsterkötter, Konstantin Krass (beide Stadtwerke) sowie der städtische Klimaschutzmanager Marco Imberge (v.l.) sehen das neue Angebot „Daheim Solar“ als einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz an. Gefördert wird mit dem Projekt die Eigennutzung von Sonnenenergie.
Winfried Münsterkötter, Konstantin Krass (beide Stadtwerke) sowie der städtische Klimaschutzmanager Marco Imberge (v.l.) sehen das neue Angebot „Daheim Solar“ als einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz an. Gefördert wird mit dem Projekt die Eigennutzung von Sonnenenergie. Foto: Große Hüttmann

Um das zu unterstützen und zugleich etwas für das Klima zu tun, bieten die Stadtwerke ein neues Produkt an, das „Daheim Solar“ getauft wurde. Der Clou dabei: Die tagsüber durch die Nutzung der Sonne gewonnene überschüssige Energie wird gespeichert und etwa abends, wenn der „gelbe Ball“ hinterm Horizont verschwunden ist, genutzt. Durch die Kombination von Photovoltaikmodulen und Speichertechnik können sich Einfamilienhäuser nach Angaben des Unternehmens bis zu 70 Prozent selbst mit Strom versorgen.

„Wir sehen uns als lokale Stadtwerke in der Verpflichtung, Beiträge zur Energiewende zu leisten“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Winfried Münsterkötter auf die Frage, warum das Unternehmen das neue Konzept in das Angebot aufgenommen hat. Zudem sieht er das Ganze als einen Beitrag zur langfristigen Kundenbindung an.

Seit März dieses Jahres wird das Produkt von den Stadtwerke bereits erfolgreich in Ennigerloh angeboten, und die Zahlen sind sehr positiv. Diesen Schwung will das Versorgungsunternehmen mit nach Telgte nehmen. Rund 3500 Haushalte in Telgte und Westbevern erhalten in der nächsten Zeit Post von den Stadtwerken. Darin werden sie über „Daheim Solar“ informiert. Anschließend werden Interessenten nach Angaben des Unternehmens von Kundenberatern besucht, die auf Wunsch eine unverbindliche Beratung anbieten.

Beim Thema „Daheim Solar“ setzen die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben und anderen Beteiligten auf eine Art „Rundum-Sorglos-Paket“. Von der Beratung und Planung der Anlagen bis zur Installation sowie dem anschließenden „Formularkram“ und der Abstimmung mit Behörden wird alles übernommen. Auch bei der Finanzierung der Anlagen werden die Interessenten nach Angaben des Unternehmens in enger Zusammenarbeit unter anderem mit ortsansässigen Instituten unterstützt, etwa bei der Beantragung von KfW-Mitteln für die Maßnahme.

Übrigens: Mit rund 70 Prozent erzeugtem Strom für den eigenen Bedarf erzielt man laut Berater Constantin Krass eine optimale Nutzung. Für die restlichen 30 Prozent bietet der Versorger Interessenten Ökostrom an.

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