Sportler des Jahres
50 000 Kilometer mit dem Kanu

Telgte -

Hermann Kuhrmann vom Paddelclub Telgte ist der 53. Sportler des Jahres des Stadtsportbundes Telgte.

Freitag, 24.11.2017, 16:11 Uhr

Sportler des Jahres 2017 ist Hermann Kuhrmann (2.v.r.). Es gratulieren (v.l.) PCT-Vorsitzender Ralf Siemer, Heide Kuhrmann, Hermann Kuhrmann und Gudrun Busch.
Sportler des Jahres 2017 ist Hermann Kuhrmann (2.v.r.). Es gratulieren (v.l.) PCT-Vorsitzender Ralf Siemer, Heide Kuhrmann, Hermann Kuhrmann und Gudrun Busch. Foto: Pohlkamp

50 000 Kilometer ist er auf den Flüssen Europas gefahren: Nicht mit dem Auto und nicht mit dem Zug – mit seinem Kanu. Bei 40 000 gefahrenen Kilometern erhielt er 2014 das Globus-Abzeichen des Deutschen Kanu-Verbandes verliehen. Jetzt wurde er als Telgter Sportler des Jahres ausgezeichnet.

Hermann Kuhrmann vom Paddelclub Telgte ist der 53. Sportler des Jahres des Stadtsportbundes Telgte. Die Vorsitzende Gudrun Busch ehrte am Donnerstagabend im Restaurant „mittendrin“ den Nominierten für seine Verdienste um den Kanusport. 30 Gäste – allesamt ehemalige Sportler des Jahres – waren gekommen, um den „Neuen“ aufzunehmen und zu feiern.

1969 wurde mit Harald Norpoth der erste Sportler des Jahres gekürt. Norpoth wurde seinerzeit für seine zahlreichen Deutschen Meistertitel im Langstreckenlauf und für seine drei Olympia-Teilnahmen mit der Silbermedaille über 5000 Meter 1964 in Tokio geehrt. Er sollte der einzige Sportler bleiben, der ausschließlich für seine sportlichen Erfolge geehrt wurde. Danach, so Gudrun Busch in ihrer Begrüßung, „haben wir Telgter Persönlichkeiten gewürdigt, die sich um den Sport in der Emsstadt verdient gemacht haben.“

Der Vorsitzende des Paddelclubs, Ralf Siemer, sieht in Hermann Kuhrmann nach Norpoth den zweiten Sportler, der die Ehrung auch für seine sportlichen Leistungen erfährt. Siemer würdigte in seiner Laudatio die vielfältigen Aktivitäten Hermann Kuhrmanns: 18 Jahre lang war er Wanderwart beim Paddelclub und Vorstandsmitglied, förderte und engagierte sich für die Jugend und fuhr leidenschaftlich gerne mit dem Kanu. Inzwischen sind es 50 000 Kilometer, die er in 55 Jahren gefahren ist. Auch im Behindertensport hat sich Hermann Kuhrmann Verdienste erworben. So hat er einem blinden Freund über Kommandos das Kanufahren im Einer-Kanu beigebracht.

Die großen Flüsse Deutschlands kennt er bestens. Jeden Kilometer hat er in seinem Fahrtenbuch eingetragen. Doch alleine hätte er diesen Rekord nicht aufstellen können. An seiner Seite hat er von Anfang an (seit 1962) seine Ehefrau Heide. Mit ihr begann die Leidenschaft für den Kanusport. Sogar die Verlobung musste 1963 warten, um ein Boot zu kaufen. Schließlich wurde doch geheiratet, und mit den beiden Töchtern wurden in der Folgezeit viele gemeinsame Paddeltouren unternommen.

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