Bauhof für den Winter gerüstet
100 Tonnen Streusalz

Telgte -

Die beiden Silos am Baubetriebshof sind bis zum Rand gefüllt. 100 Tonnen Streusalz sind vorsorglich eingelagert worden, um für die kommenden Wochen und Monate gewappnet zu sein.

Dienstag, 28.11.2017, 05:11 Uhr

Baubetriebshofleiter Kenan Islek steht vor den beiden Silotürmen, die insgesamt 100 Tonnen Streusalz aufnehmen können. Die Streufahrzeugen warten auf ihren Einsatz.
Baubetriebshofleiter Kenan Islek steht vor den beiden Silotürmen, die insgesamt 100 Tonnen Streusalz aufnehmen können. Die Streufahrzeugen warten auf ihren Einsatz. Foto: Flockert

Die beiden Silos am Baubetriebshof sind bis zum Rand gefüllt. 100 Tonnen Streusalz sind vorsorglich eingelagert worden, um für die kommenden Wochen und Monate gewappnet zu sein. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind gerüstet, um Eis und Schnee auf den Straßen in Telgte und Westbevern wirkungsvoll bekämpfen zu können. Der Winter kann also kommen.

Es gibt Jahre, in denen Baubetriebshofleiter Kenan Islek und sein Team kaum einmal ausrücken müssen. Dann aber wieder sind sie Nacht um Nacht im Einsatz. In den Wintermonaten muss immer ein Mitarbeiter beim Wetterbericht abends genau hinschauen – oder die App auf dem Handy befragen. Soll die Temperatur auf drei Grad oder darunter sinken, dann wird die Streubereitschaft hellhörig. Um 4 Uhr morgens fährt ein Kollege – der Kontrolldienst geht reihum – die neuralgischen Stellen ab und alarmiert, wenn notwendig, die Kollegen, die sogleich ausrücken, um der Glätte auf die Pelle zu rücken.

Acht Kolonnen machen sich auf den Weg – vier in Telgte, vier weitere rollen nach Westbevern. Pro Ortsteil kümmert sich eine Einheit um die Straßen, eine um Geh- und Radwege, eine um die Strecken der Busse und die sogenannten Handkolonnen steuern die Stellen an, die mit Streufahrzeugen nicht erreicht werden können. Auf den Geh- und Radwegen kommt dabei in Regel kein Streusalz zum Einsatz, sondern Eifellava. „Nur an ganz kritischen Punkten streuen wir Salz“, so Kenan Islek.

„Unsere Streuzeiten sind von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends“, erzählt der 47-jährige Grevener, der den Baubetriebshof seit dem 1. Januar 2015 leitet. Fällt anschließend noch Schnee, wird dieser am folgenden Morgen geräumt. Die Einsätze dauern, so Islek, wenn kein Schnee beiseite geschoben werden muss, etwa anderthalb Stunden, andernfalls sind seine Mitarbeiter und er auch schon mal zwei bis drei Stunden unterwegs.

Die Streuwagen werden vor dem Ausrücken unter die Silos gefahren und befüllt. Gestreut wird nur zu 70 Prozent trockenes Salz. Hinzu kommen 30 Prozent Feuchtsalz – sogenannte Sole –, bestehend aus Magnesiumchlorid und Wasser. Die Sole wird in einem gesonderten Tank mitgeführt beim Ausstreuen während der fahrt mit dem Salz gemischt. „Dadurch, dass das Salz angefeuchtet wird, wird es nicht in die angrenzenden Grünanlagen gewirbelt“, erläutert Islek. „Das wäre umweltschädlich. So klebt es gleich auf dem Boden fest. Die Effektivität ist sofort da.“

Für die Sole musste die Stadt im Übrigen einen neuen Tank anschaffen. Der alte war vom Kreis Warendorf aus Umweltschutzgründen stillgelegt worden, weil die Flüssigkeit, sollte das Behältnis undicht werden, ins Erdreich hätte sickern können. 30 000 Euro kostet der neue doppelwandige Soletank. Dort, wo das Feuchtsalz in Zukunft in die Fahrzeuge umgepumpt wird, entsteht zusätzlich ein Wanne, aus der die Flüssigkeit im Falle eines Auslaufens von der Feuerwehr abgepumpt werden kann.

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