Aktion am Schulzentrum
Klares Nein zu Gewalt an Frauen

Telgte -

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wurde am Schulzentrum eine Flagge gehisst und Schüler formulierten Wünsche für eine bessere Zukunft.

Dienstag, 28.11.2017, 11:11 Uhr

An einer Pinnwand befestigten die Schüler ihre Wünsche für eine bessere Zukunft ohne Gewalt an Frauen, bevor zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe am Schulzentrum eine Aktionsfahne gehisst wurde.
An einer Pinnwand befestigten die Schüler ihre Wünsche für eine bessere Zukunft ohne Gewalt an Frauen, bevor zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe am Schulzentrum eine Aktionsfahne gehisst wurde. Foto: Große Hüttmann

„Wir wünschen uns, dass Frauen und Mädchen keine fremde Hilfe mehr benötigen und gewaltfrei leben können. Wir wünschen uns, dass Frauen und Mädchen keine Angst mehr in Beziehungen und Familien haben. Wir wünschen uns, dass wir als Mädchen abends ohne Angst herumlaufen können.“ Das waren nur einige Wünsche, die Schüler der Sekundar- und der Hauptschule unter der Leitung von Schulsozialarbeiterin Irmgard Baader und Jo Brömmel , Mitarbeiterin des Frauenhauses, im Unterricht formuliert hatten. Mit im Boot bei der Aktion war zudem die städtische Gleichstellungsbeauftragte Martina Wiedeler.

Diese und viele weitere Schülerwünsche für eine bessere Zukunft wurden am Montagmorgen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am Schulzentrum an eine Pinnwand geheftet. Zudem wurde anschließend eine Flagge gehisst, die eine Woche lang daran erinnern soll, dass Gewalt gegen Frauen in Deutschland leider immer noch häufig vorkommt.

„Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, sei es in Form von sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung, Zwangsprostitution, Sextourismus, Zwangsheirat, Beschneidung oder häusliche Gewalt“, hieß es während der kleinen Gedenkfeier. Und Schulsozialarbeiterin Irmgard Baader ließ Zahlen sprechen. „In Deutschland erleben etwa 40 Prozent aller Frauen irgendwann in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Der gefährlichste Ort für eine Frau ist ihr eigenes Zuhause. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos“, hieß es unter anderem.

Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe betonte, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen in keiner Weise toleriert werden dürfe. „Das ist ein Verbrechen, und der, der die Gewalt ausübt, disqualifiziert sich damit selbst“, sagte er unter anderem. Er fordert alle Telgter dazu auf, entschieden gegen Gewalt an Frauen einzutreten. Zudem erinnerte er daran, dass das Ganze kein nationales, sondern ein internationales Thema sei, bei dem alle an einem Strang ziehen müssten.

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