Große Maßnahme
Renaturierung der Bever

Telgte/Westbevern -

Der Wasser- und Bodenverband plant nämlich in Zusammenarbeit mit der Stadt die Renaturierung eines Teilbereichs der Bever in Westbevern.

Mittwoch, 29.11.2017, 04:11 Uhr

Dieser „kanalähnliche“ Abschnitt der Bever in Westbevern soll ökologisch aufgewertet werden. Über die Maßnahme informierten Verbandsvorsteher Paul Holtkamp (kl. Bild, l.) und Verbandstechniker Christof Linden bei der Gewässerschau.
Dieser „kanalähnliche“ Abschnitt der Bever in Westbevern soll ökologisch aufgewertet werden. Über die Maßnahme informierten Verbandsvorsteher Paul Holtkamp (kl. Bild, l.) und Verbandstechniker Christof Linden bei der Gewässerschau. Foto: Hillebrand

Auf einer Länge von rund 400 Metern soll die Bever ökologisch aufgewertet werden. Der Wasser- und Bodenverband plant nämlich in Zusammenarbeit mit der Stadt die Renaturierung des Flusses. In Anlehnung an den ursprünglichen Verlauf soll die Bever zukünftig durch ein „naturnahes und strukturreiches Flussbett verlaufen“, heißt es in einer Stellungnahme des Kreises. Dadurch sollen zahlreiche Lebensräume für entsprechende Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden.

Hintergrund der Renaturierungsmaßnahme ist die europäische Wasserrahmenrichtlinie, die spätestens bis zum Jahr 2027 die Erreichung von guten ökologischen Zuständen in den Fließgewässern fordert. Denn: Die weitgehende Strukturarmut der in der Vergangenheit ausgebauten Bever führt nach einer aktuellen Bewertung zu keinem guten ökologischen Zustand. „Mit der Umsetzung dieser Maßnahme leistet der Wasser- und Bodenverband seinen Beitrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie“, erläuterte Verbandsvorsteher Paul Holtkamp anlässlich der Gewässerschau den Hintergrund.

Das Gesamtprojekt besteht aus zwei Einzelmaßnahmen: In einem ersten Schritt soll ein Teil der für die Maßnahme benötigten Flächen durch die Stadt erworben werden. Im zweiten wird der Wasser- und Bodenverband die Maßnahme auf diesen und unter Umständen noch auf weiteren Flächen baulich umsetzen.

Derzeit laufen nach Angaben der Verantwortlichen Gespräche mit weiteren Flächeneigentümern, um die Maßnahme wie geplant realisieren zu können. Die Finanzierung des Projektes basiert auf einer Landesförderung in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten.

Eine Zusage des Landes für die erste der beiden Einzelmaßnahmen liegt bereits vor. Die restlichen Kosten wird voraussichtlich die Stadt tragen. Denn sie könnte dadurch die Maßnahme zur baurechtlichen Kompensation für das nahe gelegene geplante Wohngebiet „Lütken Esch“, das erweitert werden soll, nutzen. „Für uns als Stadt stellt diese Maßnahme eine klassische Win-Win-Situation dar, und wir freuen uns auf die Umsetzung dieser ökologisch bedeutsamen Maßnahme“, betont Bürgermeister Wolfgang Pieper das Interesse der Kommune an der Realisierung des Projektes.

Insgesamt steht das Vorhaben aber noch ganz am Anfang. Der Projektzeitplan sieht vor, dass im kommenden Jahr die zur Umsetzung notwendigen Planungen und Genehmigungen erarbeitet werden, sodass im Sommer 2019 die Bauarbeiten beginnen könnten. „Dazu sind noch zahlreiche Gespräche mit Projektpartnern und Beteiligten zu führen“, betont der Kreis.

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