Car-Sharing
Ein Auto – etliche Nutzer

Telgte -

Die Vorteile des Car-Sharing wurden während des Wochenmarktes vorgestellt.

Donnerstag, 07.12.2017, 15:12 Uhr

Stellten auf dem Wochenmarkt allen Interessierten das Car-Sharing-System vor, zu dem auch Elektroautos gehören: (v.l.) Klimaschutzmanager Marco Imberge sowie Steffen Schmidt und Lilija Heinbichner vom Unternehmen Stadtteilauto.
Stellten auf dem Wochenmarkt allen Interessierten das Car-Sharing-System vor, zu dem auch Elektroautos gehören: (v.l.) Klimaschutzmanager Marco Imberge sowie Steffen Schmidt und Lilija Heinbichner vom Unternehmen Stadtteilauto. Foto: Große Hüttmann

Die Vorteile des Car-Sharings liegen für Marco Imberge , städtischer Klimaschutzmanager, auf der Hand. „Im Durchschnitt ersetzt jedes Stadtteilauto mindestens fünf Privatwagen, die übrigens im Durchschnitt 23 Stunden am Tag herumstehen“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter und zählt weitere Vorteile auf. Hohe Auto-Fixkosten würden vermieden, denn bezahlt würde in erster Linie nur die eigentliche Nutzung. Und, was für den Klimaschutzmanager besonders wichtig ist, es würden Ressourcen geschont und die Umwelt weniger belastet.

Die Chancen, dass möglicherweise bereits im kommenden Jahr wieder ein Stadtteilauto nach Telgte kommen könnte, stehen nicht schlecht. Nach Angaben von Steffen Schmidt, Mitarbeiter des Unternehmens Stadtteilauto aus Münster, das am Donnerstag Interessierte am Rande des Wochenmarktes über das System informierte, hätten bereits einige Telgter Interesse geäußert. Zudem gebe es langjährige Nutzer aus der Emsstadt, die, wenn sie ein Fahrzeug benötigen, auf eines aus Münster zurückgreifen. Auch die hätten ein Interesse daran, eine Station in der Emsstadt zu etablieren. Kurzum: Das Unternehmen sieht ein Potenzial vor Ort und will das in den nächsten Wochen eruieren, um dann gegebenenfalls ein Fahrzeug in Telgte zu stationieren.

Knackpunkt des Ganzen sind weniger die Nutzerzahlen, sondern vielmehr die monatlichen Erträge, die ein Fahrzeug erbringen muss, damit sich das Ganze wirtschaftlich darstellen lässt. „Für ein kleines Fahrzeug kalkulieren wir im Monat mit 450 bis 500 Euro Umsatz“, sagt Lilija Heinbichner . Als weitere Faustregel seien durchschnittlich rund 30 Kunden notwendig, um eine Station rentabel zu halten. Aber, darauf weist Heinbichner hin, auch für Unternehmen sei eine Car-Sharing-Lösung unter gewissen Voraussetzungen interessant. „Am einfachsten ist es sicherlich, Kontakt mit uns aufzunehmen und das individuell zu ermitteln“, sagt sie.

Die Stadtverwaltung unterstützt die Car-Sharing-Bemühungen für die Emsstadt. „Wir tragen unseren Teil dazu bei“, sagt Imberge. Bereits geprüft aber keine Alternative sei derzeit, dass ein Wagen aus dem städtischen Fuhrpark durch ein Stadtteilauto ersetzt werde.

Vor etwa 15 Jahren gab es bereits ein Car-Sharing-Fahrzeug in der Emsstadt. Seinerzeit setzte sich die BUND-Ortsgruppe unter der Leitung von Thorsten Eichholt längere Zeit für das Projekt ein. Ein Fahrzeug stand daraufhin auf dem Parkplatz am Baßfeld. Aufgrund der seinerzeit schwachen Nutzungszahlen wurde der Wagen nach einiger Zeit abgezogen.

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