Freundeskreis Zentralamerika
Schule in Guatemala bauen

Telgte -

Der Freundeskreis Zentralamerika plant ein neues Projekt in Pacamposanto in Guatemala.

Samstag, 09.12.2017, 12:12 Uhr

Drinnen ist es dämmrig und oft sehr heiß. Unterricht ist nur eingeschränkt möglich. In diesen Wellblechhütten wird bisher unterrichtet.
Drinnen ist es dämmrig und oft sehr heiß. Unterricht ist nur eingeschränkt möglich. In diesen Wellblechhütten wird bisher unterrichtet. Foto: Freundeskreis

Im Sommer wird es brüllend heiß, in der Regenzeit rinnt Wasser über den Boden: Die Schule von Pacamposanto, einem kleinen Dorf im Westen Guatemalas, bietet zurzeit keine guten Lernbedingungen. Die Kinder werden in einfachen Wellblechhütten unterrichtet. Diese hat die Dorfgemeinschaft vor einigen Jahren selbst gebaut. Der Freundeskreis Zentralamerika will diese Situation mit seinem neuen Projekt ändern. In Pacamposanto soll eine neue Schule entstehen, ein zweigeschossiger Bau mit zwei Klassenräumen, Küche, einem Lehrerzimmer und Toiletten.

„Mit diesem Projekt betreiben wir mal wieder echte Basisarbeit“, sagt der Vorsitzendes des Freundeskreises, Andreas Hellmann . In den vergangenen Jahren hat der Verein vor allem Schulerweiterungen und weiterführende Schulen unterstützt. „Das neue Projekt zeigt, dass es aber leider immer noch Orte gibt, in denen es schon an der Grundversorgung mangelt“, so Hellmann.

Pacamposanto liegt nahe der Stadt Nahuala ziemlich abgelegen im Hochland. In dem Ort leben rund 190 Menschen, die meisten sind Kleinbauern. Die Grundschule besuchen zurzeit 40 Kinder, 21 Mädchen und 19 Jungen. „Erfahrungsgemäß steigt die Zahl nach dem Bau einer neuen Schule stetig an“, sagt Hellmann. Die Kinder gingen dann häufig länger zur Schule und schafften einen Schulabschluss, die Voraussetzung für eine Berufsausbildung.

Der langjährige Partner und Architekt des Freundeskreises, Luis Alberto Palacios, hat die Pläne für die neue Schule gemeinsam mit seinem Sohn Estuardo entworfen. Dieser ist ebenfalls Architekt und arbeitet seit dem vergangenen Jahr bei seinem Vater mit. In Pacamposanto wollen sie mit Bambus und Lehm bauen. Das haben sie in den vergangenen Jahren einige Male erfolgreich erprobt. Estuardo wird den Bau koordinieren und sich regelmäßig auf die rund 100 Kilometer Strecke lange machen. „Die Dorfgemeinschaft ist hoch motiviert und will den Bau tatkräftig unterstützen“, berichtet Andreas Hellmann.

55 000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Die Stadt Nahuala steuert etwa 19 000 Euro bei, so dass 36 000 Euro für den Freundeskreis verbleiben. Spenden für den Bau der Schule in Pacamposanto können auf das Konto des Freundeskreises Zentralamerika (IBAN: DE69 4005 0150 0060 0421 08) bei der Sparkasse Münsterland-Ost (BIC: WELADED1MST) eingezahlt werden.

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