Eltern kritisieren vollen Schulbus
Wie in einer Sardinenbüchse?

Telgte -

Eltern aus dem Wohngebiet am Grünen Weg kritisieren die vollen Schulbusse.

Samstag, 09.12.2017, 13:12 Uhr

Wenn die Kinder an der Bushaltestelle an der Wolbecker Straße in Höhe des Wohngebietes am Grünen Weg einsteigen, wird es normalerweise richtig voll. Denn Schüler aller Jahrgangsstufen nutzen den Bus. Die drangvolle Enge wird nicht nur (kl. Bild, v.l.) von Martina Grothaus, Melanie Mahlmann und Stephan Schräder kritisiert.
Wenn die Kinder an der Bushaltestelle an der Wolbecker Straße in Höhe des Wohngebietes am Grünen Weg einsteigen, wird es normalerweise richtig voll. Denn Schüler aller Jahrgangsstufen nutzen den Bus. Die drangvolle Enge wird nicht nur (kl. Bild, v.l.) von Martina Grothaus, Melanie Mahlmann und Stephan Schräder kritisiert. Foto: Große Hüttmann

Als Karla, Pia und die annähernd 20 anderen Kinder an der Bushaltestelle an der Wolbecker Straße einsteigen wird es endgültig voll im Schulbus. Augenscheinlich ist nicht mehr viel Platz, die Kleinen stehen im Gang – teilweise haben sie ihren Tornister noch auf oder ein Instrument in der Hand – und suchen sich einen Griff, um sich auf der knapp zwei Kilometer langen Fahrt zur Marienschule festhalten zu können.

Von Sardinendose – auch wenn dieser Vergleich naheliegt – spricht an diesem Freitagmorgen zwar keiner der anwesenden Eltern, wohl aber von einer Situation, die den Kleinen nicht wirklich zumutbar sei. „Heute ist es sogar noch ziemlich entspannt. Es gibt Tage, da können sich die Kinder nicht mal mehr drehen“, sagt Martina Grothaus , eine der betroffenen Mütter. „Und immer wieder haben die Kleinen Probleme, einen Platz zu finden, wo sie sich vernünftig festhalten können“, ergänzt Melanie Mahlmann, ebenfalls Mutter einer Fahrschülerin.

Seitdem die Verwaltung nach den Sommerferien den zweiten Bus, der normalerweise die Haltestelle am Rande des Wohngebietes am Grünen Weg angefahren hat, abgezogen hat, drängen sich frühmorgens Schüler aller Jahrgangsstufen. In Handorf nimmt der Bus die ersten Schüler auf, in der Wöste und im Bereich Klingenhöhe weitere, bevor er schließlich an der Wolbecker Straße ist. „An Sitzplätze ist dann schon lange nicht mehr zu denken“, sagt Martina Grothaus. Mehrfach haben sie und andere Mütter bereits bei der Verwaltung auf den Missstand hingewiesen und Verbesserungen gefordert. Passiert sei bisher nichts.

„Der Bus ist recht voll, das bestreiten wir auch nicht“, sagt Ulrich Junghans von der Stadtverwaltung. Aber, auch das macht er nach Rücksprache mit dem Busunternehmen deutlich, insgesamt 90 Plätze stünden zur Verfügung, 38 Sitz- und der Rest Stehplätze. „Die genehmigte Platzzahl ist nicht ausgereizt“, betont er. Das Problem sei teilweise auch, dass die Kinder ihre Tornister auflassen oder nicht ganz durchrücken würden.

Gleichwohl werde die Verwaltung das Ganze noch einmal bei einem Ortstermin beobachten und sich selbst ein Bild von den Zuständen machen, verspricht zudem Fachbereichsleiterin Tanja Schnur.

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