Auftritt in Telgte
Pointen bis zum letzten Tropfen ausgequetscht

Telgte -

Rüdiger Hoffmann begeisterte im Telgter Bürgerhaus

Montag, 11.12.2017, 16:12 Uhr

Rüdiger Hoffmann begeisterte die Besucher bei einem Auftritt im Bürgerhaus.
Rüdiger Hoffmann begeisterte die Besucher bei einem Auftritt im Bürgerhaus. Foto: Zinkant

„Lachen soll ja gesund sein“, grinst Rüdiger Hoffmann . Mit jenem typischen Grinsen, das mehr „in der Stimme“ grinst, als dass es wirklich breit im Gesicht zu sehen wäre. Und weil es so gesund sei, könne es durchaus sein, dass am Ende seines Auftritts sich mancher Schnupfen im Publikum verflüchtigt hätte. Da schlug das Grinsen der Hoffmann-Fans im Bürgerhaus punktgenau ins Lachen um.

Hoffmann ist immer noch der Alte: Im Gegensatz zum üblichen Pointen-Rundumschlag im Sekundentakt nimmt er sich Zeit. Wenn er erstmal ein Thema gefunden hat, reitet er genüsslich darauf herum. Walzt es aus. Dehnt die Pointen, dreht und wendet sie so lange, bis der letzte Witztropfen herausgequetscht ist. Der coole Kahle aus Paderborn ist in seiner langsamen Art immer noch einmalig.

So auch beim Lachen, das ja angeblich so gesund ist. Daher gebe es ja das sogenannte Lach-Yoga („Ich finde ja Yoga an und für sich schon zum Lachen“). Da träfen sich nun in der Mittagspause Leute, um sich `nen Ast zu lachen. Einfach so, ohne Anlass – weil Lachen nun mal ansteckend sei. Und das Tollste: Es sei für die Gesundheit völlig egal, ob es einen komischen Anlass dafür gibt oder nicht! „Das hat viele Karrieren meiner Kollegen erst möglich gemacht“, grinst der Spötter, der schon ewig im Geschäft ist.

„Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten“, so sein berühmtester Intro-Spruch, „aber ich war jetzt mit meiner Bekannten und zwei anderen beim Camping.“ Die zwei Bekannten sind Monika, ihres Zeichens Erzieherin, und Hans-Peter, der Inbegriff des Sachbearbeiters. Was folgt, ist eine zwerchfellerschütternde Nummer über die Horror-Freuden des Camping-Urlaubs im Beisein nerviger Zeitgenossen. Wenn Erzieherin Monika bei der Konversation den „Redefisch“ kursieren lässt (der zufällig immer am meisten bei ihr selbst verweilt), macht sie das Zelt mühelos zur Erwachsenen-Kita. Kein Wunder, dass ihr Hans-Peter nur dann sein emotionales Schneckenhaus verlässt, wenn seine „Belohnungsampel“ auf Grün steht.

Und so geht es anschließend direkt weiter. Hoffmann witzelt über die schöne neue Handy-Zeit, wo man sogar die Gesundheits-App zum Schrittezählen runterladen könne. Oder er setzt sich singend für die Erhaltung des deutschen Kulturguts ein. „Die haben das Eimer-Saufen auf Mallorca verboten!“ Da singt der Saal bereitwillig mit.

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