Hoher Verbrauch in Telgte
Engpass bei den Gelben Säcken

Telgte/Westbevern -

Engpässe bei den Gelben Säcken sorgen bei den Bürgern immer wieder für Ärger.

Dienstag, 09.01.2018, 20:01 Uhr

Rund 50 Prozent mehr Gelbe Säcke als 2016 wurden im vergangenen Jahr in Telgte pro Haushalt verbraucht.
Rund 50 Prozent mehr Gelbe Säcke als 2016 wurden im vergangenen Jahr in Telgte pro Haushalt verbraucht. Foto: privat

Maria Reckenfeld ist sauer, das merkt man ihr am Telefon sofort an. „Ich bin von Pontius nach Pilatus gefahren, habe aber trotzdem keine Gelben Säcke bekommen“, erzählt die Neubürgerin, die seit wenigen Wochen in der Emsstadt lebt. „Das ist ein Unding“, sagt sie.

„Es ist richtig. Es gab in den vergangenen Tagen einen kleinen Engpass bei den Gelben Säcken, das Ganze ist aber bereits wieder behoben“, sagt Stefan Bruns , zuständiger Sachbearbeiter in der Verwaltung, auf Nachfrage und verweist auf das Entsorgungsunternehmen Borchers in Borken, das generell für die Säcke und die Auslieferung zuständig sei.

Bernhard Strotmeier , Geschäftsführer des Unternehmens, ist bereits über das Telgter Problem informiert. Warum es zu dem Engpass kommen konnte, kann er nur vermuten. „Möglicherweise haben viele Bürger vor Weihnachten noch Gelbe Säcke mitgenommen, um für den anfallenden Müll gerüstet zu sein“, sagt er. Zudem sei das Entsorgungsunternehmen darauf angewiesen, dass die Ausgabestellen frühzeitig neue Säcke nachfordern würden. Denn nur etwa einmal im Monat würden die insgesamt 95 Ausgabestellen im Kreis Warendorf beliefert.

Der Verbrauch in Telgte sei zudem im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Denn während 2016 pro Haushalt in der Emsstadt genau 52 Gelbe Säcke verbraucht worden seien, waren es 2017 85 Stück. „Wir haben bereits mit der Verwaltung zusammengesessen und Ursachenforschung betrieben, sind aber auf keine Erklärung gekommen“, sagt Strotmeier. Außergewöhnlich sei die Zahl der verbrauchten Gelben Säcke aber (noch) nicht. „Es gibt Gemeinden im Kreis Warendorf, die verbrauchen pro Haushalt über 100 Stück“, sagt er.

Der Geschäftsführer der Entsorgungsfirma lässt zudem durchblicken, dass die Zahl der ausgegebenen Gelben Säcke nicht deckungsgleich mit der Zahl der Beutel am Straßenrand sei. Dazwischen klaffe eine Lücke.

Für Maria Reckenfeld entsteht diese Lücke auch, weil Gelbe Säcke auch für andere Zwecke verwandt würden. „Auch die Qualität der Beutel ist sehr schlecht, die reißen bei mir sehr schnell“, sagt sie.

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