Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preis
Finale der Krippenausstellung

Telgte -

Die Krippenausstellung geht Ende Januar zu Ende. Dann werden auch die Gewinner des Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preises geehrt.

Donnerstag, 11.01.2018, 18:01 Uhr

„Denkanstoß – die Krippe in der Baustelle“ ist die Arbeit von Rudi Bannwarth aus Ettlingen bei Karlsruhe. Auch er wird am 28. Januar ausgezeichnet.
„Denkanstoß – die Krippe in der Baustelle“ ist die Arbeit von Rudi Bannwarth aus Ettlingen bei Karlsruhe. Auch er wird am 28. Januar ausgezeichnet. Foto: Flockert

In einer öffentlichen Feierstunde werden am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr im Museum Religio die Preisträger der Krippenausstellung mit dem Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preis geehrt. Die Urkunden werden von Generalvikar Dr. Norbert Köster überreicht. Neu ist, dass im Rahmen der Preisverleihung erstmalig auch ein Publikumspreis vergeben wird. „Diese Einführung eines Publikumspreises hat sich sehr positiv auf die Ausstellung ausgewirkt, da sich viele Besucher im Hinblick auf ihr Votum noch einmal intensiv mit einzelnen Krippe befasst haben,“ so Museumsleiterin Dr. Anja Schöne . 2640 Stimmen wurden bis zum 10. Januar abgegeben.

Die Jury unter der Leitung von Margareta Coppenrath ließ sich bei der Auswahl der Preisträger von den Kriterien Originalität, Kreativität und Spontaneität der Exponate leiten. Außerdem sollten die unterschiedlichen Gruppen der Aussteller vertreten sein. Von den insgesamt neun Preisträgern kommen auch zwei aus Telgte.

So der jüngster Preisträger, Titus Niklas Neumann-Mahlklau, ein zehnjähriger Schüler und seine Arbeit „Der Unterschlupf“. Seine kleine Krippendarstellung ist auf grünem Steckschaum arrangiert. Stall und Krippe bestehen aus Streichhölzern, Maria und Josef sind aus Fimo modelliert, das Jesuskind ist ein Legomännchen. Hinter der Szene ist ein Peace-Zeichen aus einem Topfuntersetzer aus Kork geschnitten.

Eine für die Ausstellung neue Technik hat die Telgterin Sandra Höricht bei ihrer Arbeit „Geburt Christi“ benutzt: Die Buchskulptur aus vier Büchern präsentiert die Heilige Familie und den Ausstellungstitel „Friede auf Erden“ als Buchfaltkunst auf alten Eichenholzbrettern. Für die Darstellung, die nur durch das Falzen der Seiten entstand, wurde eine Bibel verwendet, die aufgeschlagen im Winkel der Holzbretter steht. Der Schriftzug wurde aus den Seiten von drei kleinen Gebetbüchern gefalzt, die oberhalb an das Holz montiert wurden. Durch das Falzen entsteht der Eindruck eines Reliefs.

Die bemerkenswerteste Arbeit der diesjährigen Krippenausstellung „Friede auf Erden“ sei die Arbeit „10 000 Schuss“ von Leonie Große aus Everswinkel, heißt es in der Pressemitteilung des Museums. Aus etwa 10 000 Patronenhülsen habe sie die Heilige Familie gestaltet. Obwohl die Arbeit in der Ausstellung durchaus kontrovers diskutiert worden sei, wurde sie vom Publikum mit den meisten Stimmen bedacht. Auf die Arbeit von Leonie Große entfielen knapp 232 Stimmen.

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