KG Schwarz-Gold
Ein Feuerwerk der Freude

Telgte -

Ein qualitativ hochwertiges Programm prägte die Herrensitzung der KG Schwarz-Gold Telgte in der Gaststätte Osthues-Brandhove. Auf der Showbühne wurde vier Stunden lang beste Unterhaltung geboten. Höhepunkte waren die Ehrensenatorentaufe und die Verleihung des „Goldenen Schlitzohres“.

Sonntag, 14.01.2018, 17:01 Uhr

Ein Höhepunkt war die Ehrensenatorentaufe bei der Herrensitzung der KG Schwarz Gold: (v.l.) Wolfgang Vorholt (neuer Ehrensenator), Prinz Andreas I., Niyazi Dönmezer (neuer Ehrensenator), Jasemin Altun (spielte die Hexe bei der Taufe), Edgar Ende (Märchenerzähler), Klaus-Peter Niemann (Holzfäller), stellvertretender Senatspräsident Ingo Riches, Senatspräsident Thorsten Eichholt und Präsident Franz Winkels.
Ein Höhepunkt war die Ehrensenatorentaufe bei der Herrensitzung der KG Schwarz Gold: (v.l.) Wolfgang Vorholt (neuer Ehrensenator), Prinz Andreas I., Niyazi Dönmezer (neuer Ehrensenator), Jasemin Altun (spielte die Hexe bei der Taufe), Edgar Ende (Märchenerzähler), Klaus-Peter Niemann (Holzfäller), stellvertretender Senatspräsident Ingo Riches, Senatspräsident Thorsten Eichholt und Präsident Franz Winkels. Foto: Pohlkamp

Eine fantastische Stimmung, ein stets gut gelaunter Präsident Franz Winkels , ein sich pudelwohl fühlender Prinz und ein qualitativ sehr hochwertiges Programm prägten die Herrensitzung der KG Schwarz-Gold Telgte in der Gaststätte Osthues-Brandhove. Auf der Showbühne wurde vier Stunden lang beste Unterhaltung geboten.

Der Auftakt hätte nicht stimmungsvoller sein können: der Vadruper Fanfarenzug spielte bereits beim Einmarsch, gefolgt von der 1. Telgter Stadtgarde, Prinz Andreas von „Fotolicht und Bauaufsicht“, seinem Elfenrat samt Senatspräsident und Präsident. „Spaß und Freud für alle Leute – nicht nur heute“ versprach Prinz Andreas bei seiner Sessionserklärung.

Schlag auf Schlag wechselte die Programmfolge, die so haarscharf terminiert worden war, dass man spätestens nach dem Auftritt der Büttenredner immer wieder nachbessern musste. Immerhin präsentierten sich gleich drei wortgewaltige Humoristen in Telgte, die ohne Zugaben nicht die Bühne verlassen konnten. Franz Winkels führte humorvoll und gekonnt durch den Abend. Er bedankte sich bei den Organisatoren dieser Herrensitzung, Thorsten Eichholt und Ingo Riches. Das Nummerngirl kündigte bei seinen neun Auftritten – immer in wechselndem Outfit – den jeweils nächsten Programmpunkt an.

Bei der Ehrensenatorentaufe trug Märchenerzähler Edgar Ende die Geschichte von Hänsel und Gretel vor: Niyazi Dönmezer und Wolfgang Vorholt mussten den Anweisungen des Märchenerzählers folgen und so einige Aufgaben lösen, bevor sie nicht nur dem Holzfäller (Klaus-Peter Niemann) und der Hexe (Jasemin Altun) zum Opfer fielen, sondern sich letztlich den Ehrensenatoren-Titel verdienten und die beiden Senatspräsidenten Thorsten Eichholt und Ingo Riches die Ausweise überreichen konnten.

Die Erlebnisse und Ereignisse auf und vor der Bühne waren spannend und erforderten schon eine hohe Konzentration bei allen Herren. So zum Beispiel bei der Verleihung des „Goldenen Schlitzohrs“ an Jürgen Fehrenkötter. Das „Schlitzohren“-Oberhaupt Günter Karthaus hatte zuvor erklärt, warum Jürgen Fehrenkötter als zweiter Stallmeister und Präsidiumsmitglied das „Goldene Schlitzohr“ des Jahres 2018 verliehen bekam.

Den Titel PaSchA (Damenbetreuer während der Session) überreichte Präsident Franz Winkels an Ehrensenator Frank Ahlemann. Ingo Dräger hatte zum vierten Male die Prinzenfahne angefertigt. Prinz Andreas I. freute sich und bedankte sich für das gelungene Werk.

Andreas Hille, bekannter Büttenredner aus Ibbenbüren, kam als Schlawiner nach Telgte und sorgte mit seinem Humor für Begeisterung. Er freute sich, dass er seinen langjährigen Berufskollegen in der Bütt, Peter Dräger, wiedertraf. Peter Dräger, Ehrensenator der KG, war 50 Jahre lang erfolgreicher Büttenredner im Münsterland gewesen. Dieses Mal genoss er im Publikum alle Büttenreden.

Stadtlore Leonie Düttmann faszinierte mit ihrem Gardetanz. Bei ihrem Solotanz spürte man mit welcher Begeisterung – und zuvor auch die Mädels der ersten Telgter Stadtgarde – ins neue Jahre starteten. 24 Auftritte haben sie bis Aschermittwoch noch vor sich.

Wortgewandt war Tante Herta, alias Angelika Hausmann aus Mettingen, die temperamentvolle „alte Dame“ in Kittelschürze: So wie sie an einen Herrentisch zugewandt diese Herren aufforderte, zuzuhören. „Können Sie gut hören?“ „Ja.“ „Ich Sie auch“ - da wurde es mucksmäuschenstill, als die Dame verriet, wie das Leben ist: „Hart, doch sie sei härter!“ In ihrer Büttenrede übermittelte sie ihre Weisheiten über Männer und über die Liebe.

Als Ewald – alias Stefan Rodefeld – ein waschechter Niedersachse, mit seinem sechs Meter langen sogenannten Aalhorn (Alphorn) in einem blauen Trainingsanzug auf die Showbühne trat und er in Marco Eißing einen gleichgesinnten Aalhorn-Freund gefunden hatte, entwickelte sich die Begeisterung unter den 111 männlichen Narren zu einem Freudenfeuerwerk: Ewald erzählte verrückte Geschichten rund um die Tradition des Aalhorns (Ursprungsland natürlich Nieder-Sachsen) und lief, unter Zuhilfenahme des Publikums, zu komödiantischer Höchstleistung auf. Alle im Saal konnten sich der sportlichen Ausstrahlung des Mannes im blauen Trainingsanzug spätestens dann nicht mehr entziehen, als er in seinem Showprogramm zu singen begann und von Eros Ramazzotti, „Highway to Hell“ oder „Time to say good bye“. So übertrug er die Woge der Begeisterung bis ins Finale, als Dana mit ihrer Gesangsshow der Herrensitzung der KG Schwarz-Gold nach fast vierstündigem Programm den „Das-war-Spitze“-Stempel aufdrückte. Präsident Franz Winkels hatte da schon Mühe, ruhige Töne des Dankes und der Freude zu übermitteln. Denn wer konnte nach diesem furiosen Finale nach einer der wohl besten Herrensitzungen seit Jahren von seiner Stimmungsleiter wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.

Für die Galasitzung der KG Schwarz-Gold am 1. Februar im Bürgerhaus gibt es noch Eintrittskarten beim Vereinsmitglied und Schuhmacher Jacek Krolikowski an der Königstraße.

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