Schüler fährt nach Housten
Telgtes Mann bei der Nasa

Telgte -

Joest Homann ist der Glückliche, der für das Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium zur Nasa nach Houston reisen darf, um dort 14 Tage lang an Projekten mitzuarbeiten. Der Zehntklässler hatte sich in einem Auswahlverfahren gegen vier Mitschüler durchgesetzt.

Mittwoch, 31.01.2018, 20:01 Uhr

Joest Homann ist der Glückliche, der das Telgter Gymnasium in diesem Jahr beim Nasa-Projekt in Houston vertreten darf.Mit ihm freut sich Lehrerin Brigitte Schneider.
Joest Homann ist der Glückliche, der das Telgter Gymnasium in diesem Jahr beim Nasa-Projekt in Houston vertreten darf. Mit ihm freut sich Lehrerin Brigitte Schneider. Foto: Flockert

Naturwissenschaften faszinieren Joest Homann – eigentlich schon immer. In der dritten Klasse sei das schon losgegangen, erinnert sich der Zehntklässler des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums. „Da habe ich eine Doku gesehen. Mich hat begeistert, wie groß das Weltall ist“, erzählt der heute 16-Jährige. „Ich wollte immer mehr wissen.“

Und der unendliche Weite des Alls ein Stück näher zu kommen, dazu hat er jetzt Gelegenheit: Zum 18. Mal schickt die Telgter Schule einen Schüler zur Nasa nach Houston. Und Joest Homann ist der Auserwählte, der vom 22. Juli bis zum 7. August in die USA reist.

Teamarbeit mit Schülern aus der ganzen Welt

Dort wird der Schüler in der Familie eines Nasa-Mitarbeiters wohnen. Täglich begleitet er den Gastvater oder die Gastmutter dann zu deren Arbeitsplatz in der texanischen Metropole. „Da arbeitet Joest mit 30 bis 40 Schülern aus aller Welt dann an Projekten, die von Nasa-Mitarbeitern vorbereitet wurden“, erzählt Mathe- und Physiklehrerin Brigitte Schneider , die das Projekt vor 19 Jahren mit Unterstützung des Astronauten Gerhard Thiele ins Leben gerufen hat und seither betreut – und das Auswahlverfahren durchführt. „Im letzten Jahr war das Thema eine fiktive Landung auf dem Mars“, erinnert sie sich. Die Ergebnisse müssen die Projektteilnehmer am Ende vor einem großen Auditorium vorstellen.

Die Vorfreude bei Joest Homann ist bereits riesengroß. Seine Hoffnung ist, viele neue Erfahrungen zu machen, aber auch neue Leute kennenzulernen – und hinterher den Kontakt auch halten zu können. „Vielleicht kann ich aber auch schon Erfahrungen fürs Arbeitsleben machen.“ Ins Auge gefasst hat er bereits, nach dem Abitur Physik zu studieren. Aber es könnte durchaus auf Luft- und Raumfahrttechnik hinauslaufen. „Etwa die Hälfte der Houston-Fahrer hat hinterher Naturwissenschaften studiert. Einer sogar Luft- und Raumfahrttechnik“, weiß Schneider dann auch zu berichten.

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Doch bevor Joest Homann den Zuschlag bekam, in Texas als einer von zwei aus Deutschland abgesandten Schülern am „International Space School Program“ teilnehmen zu dürfen, musste er sich einem Auswahlverfahren stellen. Fünf Telgter Schüler aus den Klassen zehn und elf hatten im Dezember ihren Hut in den Ring geworfen.

Zunächst mussten sie in einer Bewerbung ihr Interesse begründen. Drei Kandidaten schafften es in Runde zwei. In einem Auswahlgespräch waren zum einen Physik-, zum anderen aber auch Englischkenntnisse nachzuweisen. „Wichtig ist, dabei zu zeigen, dass man sich traut, das zu sagen, was man denkt“, erläutert Brigitte Schneider, für die es das letzte Auswahlverfahren war. Sie hatte am gestrigen Mittwoch ihren letzten Arbeitstag. Offiziell am 1. Februar geht sie nach einundzwanzigeinhalb Jahren am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in Pension.

Doch das Nasa-Projekt läuft weiter. Schneider hat mit Physiklehrer Andreas Hardt einen jungen Kollegen dafür gewinnen können.

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