Baum könnte umgesetzt werden
Eine Chance für die Weide

Telgte -

Die Motorsäge scheint der Weide im Kiebitzpohl erspart zu bleiben. Eine Umpflanzaktion könnte die Lösung sein.

Donnerstag, 01.02.2018, 21:02 Uhr

Die Chancen sind gestiegen, dass die Weide im Kiebitzpohl erhalten bleibt.
Die Chancen sind gestiegen, dass die Weide im Kiebitzpohl erhalten bleibt. Foto: Flockert

Die Weide im Kiebitzpohl ist in aller Munde. „Eine über 90-jährige Frau hat mich heute angerufen und gesagt: Ich bin sauer. Das darf nicht passieren, dass die Weide gefällt wird. Ihr müsst euch dafür einsetzen“, berichtete Bürgermeister Wolfgang Pieper am Donnerstag in der Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusses. „Die Öffentlichkeit will den Baum erhalten. Das kann ich nachvollziehen“, fügte er mit Blick auf die vielen Leserbriefe hinzu.

Wolfgang Pieper musste eingestehen, dass es Planungs- und Kommunikationsfehler gegeben habe, zeigte sogleich aber auch vier Alternativen auf, wie man aus dem Dilemma herauskommen könnte. Alternative eins: Der Baum würde gefällt. Aus seinem Mutterholz würden Stecklinge gepflanzt. Alternative zwei: Die Weide würde entfernt, und ein kräftiger neuer Baum würde gepflanzt. Alternative drei: Ein Bebauungsplanänderungsverfahren würde eingeleitet und die Straße verlegt. Alternative vier: Die Krone des Baumes würde kräftig beschnitten und der gesamte Baum samt Wurzelwerk ausgegraben, um ihn umzupflanzen. Kostenpunkt: 2500 bis 3000 Euro. Die Wahrscheinlichkeit sei relativ groß, dass eine Trauerweide diese Umpflanzaktion überleben würde, so Pieper.

„Eine Versetzung um ein paar Meter würden wir sehr begrüßen“, sagte Gerd Klünder für die Grünen. Die CDU sah noch Beratungsbedarf. Ein Umpflanzen sei sicherlich machbar, so Christoph Boge. „Aber ich weiß nicht, ob man dafür 2500 bis 3000 Euro ausgeben sollte. Dafür könnte man viele neue Bäume pflanzen.“ Karin Horstmann (FDP) sah in der Versetzung den „einzig vernünftigen Vorschlag“. Klaus-Werner Heger (SPD) befürchtete, dass der laut Expertenmeinung sowieso schon angeschlagene Baum die Aktion nicht überleben könnte.

Eine Entscheidung soll der Rat in seiner nächsten Sitzung am 22. Februar ab 17 Uhr treffen.

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