Galasitzung der KG Schwarz-Gold Telgte
Fliegende Tanzmariechen

Telgte -

Wer die Galasitzung der KG Schwarz-Gold mit ihrem abwechslungsreichen, unterhaltsamen Programm nicht live erlebt hat, der hat etwas verpasst. Die Karnevalisten hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Die Tanzeinlagen begeisterten das Publikum genauso wie Edgar Ende in der Bütt.

Freitag, 02.02.2018, 18:02 Uhr

Das Tanzcorps von Rot-Weiß Bechen sorgte bei der Gala im Bürgerhaus für eines der vielen Highlights.
Das Tanzcorps von Rot-Weiß Bechen sorgte bei der Gala im Bürgerhaus für eines der vielen Highlights. Foto: Pohlkamp

Die Galasitzung der KG Schwarz-Gold war der Höhepunkt des Telgter Karnevals . Wer diesen Donnerstagabend mit seinem abwechslungsreichen, unterhaltsamen Programm nicht live erlebt hat, der hat etwas verpasst. Denn was die schwarz-gold gekleideten Telgter Karnevalisten auf die Bühne holten, kam dem Kölner Karneval in Teilen schon nahe. Präsident Franz Winkels und Prinz Andreas I. mussten auf dieser Galasitzung so viele Hände schütteln, Küsschen geben und Orden verleihen, dass sie klatschnass waren und sich einige Male in die Garderobe zurückzogen.

Pünktlich um 20.11 Uhr begrüßte Präsident Franz Winkels die Gäste, unter ihnen zahlreiche verdiente Mitglieder. Mit dem Einzug des Elferrates und der Telgter Stadtgarde startete die KG in einen Abend voller Hochstimmung, mit einem rasanten Tempo, dass die gut durchtrainierten Akteure auf der Bühne das Programm auf höchster Drehzahl laufen ließen. Auch die Organisatoren Fred Kreutzer und Carsten Kunkel hatten Schwerstarbeit zu leisten. Denn bei den vielen Zugaben und Einlagen mussten alle aufpassen, dass einem nicht die Puste ausging.

Gleich zu Anfang trat die 30-köpfige Kindertanzgruppe „Die Hüpfer“ der WaKaGe aus Warendorf auf. Zum 20. Mal in Folge sorgten die Sechs- bis Zehnjährigen für beste Stimmung, Diana Dunker und Beatrice Hoffmann freuten sich anschließend über die Blumen als Dank für einen gelungenen Auftritt.

Aus dem Dreiländereck bei Aachen kam „Ne bonte Pitter“ alias Edgar Andres. Die belgische Frohnatur mit dem roten Schuh und spitzer Zunge erzählte einen Witz nach dem anderen. Je länger der „Eisbrecher für Büttenkultur“ witzelte und sich im Dialog mit sich selbst befand, umso mehr strapazierte er die Lachmuskeln.

Heimrecht genoss die Stadtgarde, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Der Showtanz und der anschließende Loretanz von Leonie Düttmann zeigten eindrucksvoll, dass die KG Schwarz-Gold stolz auf ihre jungen Tänzerinnen sein kann, die seit 35 Jahren von Agnes Schulze betreut wird.

In der Bütt stand wieder einmal Edgar Ende , Ex-Präsident der KG Schwarz-Gold. Als „Der Telgter Rückspiegel“ ist er inzwischen bekannt und „gefürchtet“, denn in seiner Rede beleuchtete er erneut zahlreiche Begebenheiten der vergangenen Monate und nahm auch das eine oder andere politische Thema aufs Korn: Ob Kita-Standort am Emstor, die Kleinstadtmenschen, die Grundschulzwänge bei Konfessionen, der Straßenausbau Münster-Telgte, das radikale Büscheschneiden im Dümmert, die Innenstadtbaustelle oder der Rathaus-Neubau nach Christo-Muster, das Verkehrschaos am Kreisel oder die Schüler als Radfahrer – nichts war dem aufmerksamen Edgar Ende entgangen. Ein erneut gelungener Jahresrückblick mit diesem Vermerk am Ende: „Der Scherz ist oft das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift!“

Zum zweiten Male in Telgte trat das Tanzcorps von Rot-Weiß Bechen aus dem Bergischen Land auf. Beim Auszug der 30-köpfigen Tanzgarde hielt es keinen mehr auf dem Stuhl. Zuvor hatte es eine 45-minütige grandiosen Bühnenshow gegeben.

Die schmucken Gardetänzerinnen und Tänzer zeigten dem Telgter Publikum Hochklassiges mit ihrer Choreographie – und immer wieder flogen die Tanzmariechen über den Bürgerhaus-Himmel. Einige Male kreuzten sich sogar zwei Tänzerinnen in der Luft.

Zum Schluss musste auch noch Freddy Kreutzer sich von den starken Männern aus dem Bergischen in die Höhe werfen lassen.

Erst nach mehreren Zugaben konnten die Bechener das Bürgerhaus verlassen und die Heimreise nach Bergisch Gladbach wieder antreten.

Das fantastische Bühnenprogramm sah weitere großartige Auftritte: das Männerballett „Schlossknacker“ aus Münster präsentierte sich in Topform und lieferte eine tolle Bühnenshow, die ebenso tosenden Applaus erhielt wie der Bauchredner „Master Me“ alias Michael Schürkamp mit seinen Partnern Horst Herpes und Enrico Noscostra.

Die Hofsänger Peter Maitzen und Marion Diller sorgten zwischendurch wieder für Stimmung: Es wurde geschunkelt, gesungen und gelacht.

Susanne Bergers kam schließlich zum Finale mit ihrem Gesang zur Mitternachtsstund: Sie sorgte mit bekannten Liedern dafür, dass das Publikum zum Schluss auf Betriebstemperatur blieb.

 



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