Schulzentrum in Telgte
Respekt ist mehr als nur ein Wort

Telgte -

„Stimme für Respekt“ heißt das Projekt, das derzeit am Schulzentrum in Telgte realisiert wird. Erarbeitet und aufgeführt wurde ein Theaterstück.

Donnerstag, 15.02.2018, 19:02 Uhr

Eine Gruppe von zugewanderten Schülerinnen führte das sich mit dem Thema Respekt beschäftigende Theaterstück auf und bekam viel Applaus.
Eine Gruppe von zugewanderten Schülerinnen führte das sich mit dem Thema Respekt beschäftigende Theaterstück auf und bekam viel Applaus. Foto: Sekundarschule

Respekt bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber anderen Lebewesen, heißt es in der Definition. „Respekt muss mehr sein, als nur ein Wort“, sind sich die sechs Mädchen bei der Aufführung in der Aula des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums einig. Und sie wissen es genau, denn sie haben jeden Tag mit Diskriminierung und Mobbing zu tun.

„Stimme für Respekt“, heißt das Projekt, das derzeit am Schulzentrum in Telgte realisiert wird. Schulsozialpädagogin Irmgard Bader hatte einen Projektantrag an die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) gestellt. Ihre Idee, das Thema durch Theater umzusetzen, fand Anklang. Somit gehört das Schulzentrum zu den sechs Gewinnerschulen in Nordrhein-Westfalen bei dem Wettbewerb um Ideen zur Demokratieförderung und durfte sich über eine finanzielle Förderung freuen.

Zur Umsetzung der Projektidee arbeitet Theaterpädagogin Beate Trautner seit den Herbstferien mit einer Gruppe von zugewanderten Schülerinnen zusammen. Mit theaterpädagogischen Übungen zu Haltung, Wahrnehmung und Präsenz stimmte Trautner ihre Akteure auf die Theaterarbeit ein. Die Idee für das kleine Theaterstück fand sich schnell. Mit viel Energie improvisierten die Schülerinnen zuerst die Szenenidee. Beate Trautner fixierte das hinterher in festen Texten, die den Auftretenden Sicherheit gaben, heißt es im Bericht von Sekundarschulleiterin Inge Lange.

Bei der Aufführung des Stückes herrschte dann gespannte Stille in der Aula des Schulzentrums, als die Schülerinnen das Ergebnis ihrer Arbeit präsentierten.

Zur Inszenierung: Sechs Mädchen treffen sich in einer alten, leerstehenden Halle, jedes von ihnen hat verschiedene Gründe, sich alleine durchzuschlagen: Die Eltern sind verloren gegangen. Sie sind Alkoholiker, oder sie wollen ihre Tochter mit einem 40 Jahre älteren Mann verheiraten.

Die Mädchen durften sich über den großen Erfolg bei der Zwischenpräsentation freuen. Und sie bekamen viel Applaus für eine gute Inszenierung und eine überzeugende Darstellung. „Nur wer Respekt gibt, kann Respekt bekommen“, lautet der Schlusssatz des Theaterstückes, eine Botschaft, die über die Aufführung hinaus wirken soll.

„Wir sind stolz auf die gute Arbeit, die die Schülerinnen zusammen mit den Pädagoginnen geleistet haben“, so Inge de Lange nach der Aufführung.

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