Grundschule in Westbevern
Schulausflug mal anders

Telgte -

Die Erweiterung der Christopherus-Schule steht auf der Agenda. Wie soll diese gestaltet werden? Eine Delegation aus Telgte hat sich in Lüdinghausen und Lünen umgesehen und inspirieren lassen.

Donnerstag, 05.04.2018, 17:04 Uhr

Praxis schlägt Theorie: Mitglieder des Rates sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sich zwei münsterländische Schulen angesehen und sich inspirieren lassen. Hintergrund: die geplanten Erweiterung der Christophorus-Grundschule in Westbevern
Praxis schlägt Theorie: Mitglieder des Rates sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sich zwei münsterländische Schulen angesehen und sich inspirieren lassen. Hintergrund: die geplanten Erweiterung der Christophorus-Grundschule in Westbevern Foto: Stadt Telgte

Einige Mitglieder des Telgter Stadtrates sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sich gemeinsam zwei münsterländische Schulen angesehen – ein Schulausflug mal anders herum. Um sich thematisch den ersten Vorüberlegungen zur geplanten Erweiterung der Christophorus-Grundschule in Westbevern anzunähern, besuchte die Gruppe die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen und die Ostwall-Grundschule in Lüdinghausen. Die Erläuterungen vor Ort übernahm Architekt Oskar Spital-Frenking, der beide Schulen saniert beziehungsweise erweitert hat und auch die Vergrößerung der Schule in Westbevern plant, heißt es im Pressetext der Ausflügler.

Beeindruckt zeigte sich die Gruppe nach eigenen Angaben von der von Architekt Hans Scharoun entwickelten humanen Schularchitektur der unter Denkmalschutz stehenden Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Die von Scharoun Ende der 50er Jahre ursprünglich als Mädchengymnasium konzipierte Schule habe mit ihrer baulichen Gliederung, die sich in besonderer Weise an den Bedürfnissen der Schüler orientiere und auch heutigen Anforderungen der pädagogischen Arbeit gerecht werde, überzeugt. Die vor vier Jahren erfolgte Sanierung der Schule habe 8,5 Millionen Euro gekostet und sich stark an dem ursprünglichen Planungskonzept des Urhebers Scharouns einer menschenwürdigen und demokratischen Schulkultur orientiert.

„Ziel war es, den Originalzustand architektonisch, technisch und im Ausstattungsbereich weitestgehend im Sinne des Denkmalschutzes wiederherzustellen beziehungsweise beizubehalten und nur behutsame Anpassungen an moderne Anforderungen des Brandschutzes und der Energieeffizienz vorzunehmen“, schreibt die Gruppe. Besonders bemerkenswert fanden die Telgter den bewussten Verzicht auf eine energetische Sanierung der Pausenhalle. „Da die Bauphysik der Pausenhalle auch nach über 50 Jahren in einem hervorragenden Zustand war, wurde aus Kostengründen auf eine energetische Sanierung verzichtet. Auch eine nachträgliche Herstellung von Barrierefreiheit wurde nicht angestrebt“, informiert die Gruppe weiter.

In der Lüdinghausener Ostwall-Grundschule überzeugte die Telgter die bei der Erweiterung der ursprünglich zweizügigen zu einer vierzügigen Schule entwickelte Schulaula, die als Versammlungsort auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt wird.

Mit Interesse wurden darüber hinaus die in einige Klassenzimmer integrierten Differenzierungsräume und die für eine Grundschule ungewöhnlichen Fachräume wie einen Computerraum und eine Schulküche inspiziert.

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