Wallfahrtskapelle in Telgte renoviert
Goldig glänzender barocker Hingucker

Telgte -

Die Wallfahrtskapelle ist durch die Renovierung wieder zu einem echten Hingucker geworden. Der Festgottesdienst zur Wallfahrtseröffnung und zur Weihe der Kapelle findet am 28. April statt.

Mittwoch, 18.04.2018, 18:04 Uhr

Durch einen Türspalt gibt Propst Dr. Michael Langenfeld bereits einen ersten Blick in die frisch renovierte Kapelle frei. Neu ist unter anderem der Türöffner in Löwenkopf-Form, der vor Jahrzehnten bereits in Gebrauch war.
Durch einen Türspalt gibt Propst Dr. Michael Langenfeld bereits einen ersten Blick in die frisch renovierte Kapelle frei. Neu ist unter anderem der Türöffner in Löwenkopf-Form, der vor Jahrzehnten bereits in Gebrauch war. Foto: Große Hüttmann

Propst Dr. Michael Langenfeld gibt den Blick nur bedingt frei – noch. Er öffnet die Tür der Wallfahrtskapelle lediglich einen Spalt, doch auch so bekommt der Betrachter bereits einen ersten Eindruck von dem frisch renovierten Gebäude.

Und der ist vor allem goldig. Denn ein goldener Anstrich an der Stirnwand hinter dem Platz für das Gnadenbild sowie gelbe Farbtöne an vielen anderen markanten Stellen sorgen in der neu gestalteten Kapelle demnächst für frische Akzente. „Ein Hingucker ist auch die sogenannte Laterne der Kapelle, also die Spitze, die durch die Beleuchtung vor allem in der Dunkelheit ihrem Namen gerecht wird“, sagt der leitende Pfarrer voller Stolz.

In zwei großen Bauabschnitten wurde die Kapelle wie bereits berichtet grundlegend renoviert. Das war notwendig geworden, nachdem zahllose Opferkerzen über die Jahre hinweg die einst hellweißen Wände in wenig ansehnliche graue Flächen verwandelt hatten.

Damit das nicht mehr passiert, setzen die Verantwortlichen auf zwei Kerzenwände, die High-Tech beherbergen. Denn der Ruß wird nicht nur zu 99,9 Prozent abgesaugt, sondern die Wärme der Opferlichter anschließend auch zum Heizen des Gebäudes genutzt.

Ein Hingucker sind auch die neue Stele, auf der das Gnadenbild stehen wird, sowie der Altar geworden. Gleich zwei Reliquien wird Bischof Dr. Felix Genn anlässlich der Weihe in den Altar einsetzen. Die eine stammt von Martin von Tours und befindet sich bereits seit langer Zeit im Besitz der Gemeinde, die andere wiederum von Clemens August Kardinal von Galen. Dem „Löwen von Münster“ war das Telgter Gnadenbild stets sehr wichtig. Als Pilger kam er oft zu Fuß in die Emsstadt.

Der Entwurf der Künstlerin Ingrid Bussenius aus Köln ist in den Augen von Propst Dr. Michael Lagenfeld „äußerst gelungen“. Eine klare Ausrichtung auf das Gnadenbild und den Tabernakel sei dabei der Leitfaden gewesen. Zudem würde sich das gesamte Konzept an die barocken Ursprünge der Kapelle anlehnen.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. Im Herbst sollen noch die Sakristei und das Kerzenhaus renoviert werden.

 

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