Besondere Aktion
Friedensstein rollt nach Telgte

Telgte -

Einen rund 130 Kilogramm schweren Friedensstein rollen Freiwillige am Samstag bei einer Aktion von Münster nach Telgte.

Freitag, 11.05.2018, 12:05 Uhr

An Herbern vorbei, dort entstand dieses Foto, wurde der Friedensstein nach Münster gerollt. Am Samstag geht es weiter nach Telgte.
An Herbern vorbei, dort entstand dieses Foto, wurde der Friedensstein nach Münster gerollt. Am Samstag geht es weiter nach Telgte. Foto: privat

Ein besonders „gewichtiger“ Gast des Katholikentages ist aus dem Bergischen Land nach Münster gerollt – ein 130 Kilo schwerer Friedensstein.

Am Ostermontag hat der Künstler Michael Flossbach den Stein als Symbol für Frieden und Völkerverständigung auf die Reise geschickt. Von Kürten im Bergischen Land führte die Route über Wipperfürth, Marienheide, Meinerzhagen, Werne und Rinkerode nach Münster.

Am Samstag, 12. Mai, geht die Reise weiter. Um 9 Uhr startet parallel zur Wallfahrt im Rahmen des Katholikentages die nächste Etappe nach Telgte. Die Route der Stein-Begleiter führt von der Erphokirche an der Ostmarkstraße über den historischen Prozessionsweg durch Mauritz und Kasewinkel nach Telgte. Die Ankunft dort ist gegen 13 Uhr geplant. Um 14 Uhr besteht Gelegenheit zur Teilnahme an der Pilgermesse mit Bischof Felix Genn. Anschließend fahren Busse und die Bahn zurück nach Münster.

Michael Flossbach hat den Mühlstein in 300 Stunden aus einem Basaltblock gehauen. Auf der einen Seite hat er das Wort „Frieden“ in 44 Sprachen eingemeißelt. Auf der anderen Seite sind Symbole der acht Weltreligionen mit internationalen Zeichen für den Frieden vereint. Zum Rollen sind zwei Metallbügel angebracht, mit denen sich der Stein allein oder zu zweit schieben und ziehen lässt.

Möglichst zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober soll der Stein in Berlin ankommen und dann immer weiter gen Osten ziehen, bis nach Jerusalem und dann vielleicht um die ganze Erde. Michael Flossbach hofft, dass der Stein – Projektname „Stoning Roll“ – „ins Rollen“ kommt und immer wieder neue Paten findet, die mit ihm den Weg weitergehen und so ein Zeichen für den Frieden setzen.

Für die Etappe nach Telgte haben die Schwestern Marianne Hegemann und Cläre Storp die Patenschaft übernommen. Beide stammen aus Telgte, Storp ist seit vielen Jahren im Bergischen Land zu Hause.

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