Besondere Aktion in Telgte
130 Kilo für den Frieden

Telgte -

Fast gemeinsam mit der Wallfahrt im Rahmen des Katholikentages traf auch eine andere Pilgergruppe in Telgte ein. Sie zog mit einem 130 Kilogramm schweren Friedensstein ein.

Sonntag, 13.05.2018, 14:05 Uhr

In Telgte angekommen: Ein Teil der Gruppe mit dem Friedensstein. Mit dabei waren der Initiator Michael Flossbach (2. v. r.) und die Patinnen für die Strecke nach Telgte Marianne Hegemann (l.) und Cläre Storp (3.v.r.).
In Telgte angekommen: Ein Teil der Gruppe mit dem Friedensstein. Mit dabei waren der Initiator Michael Flossbach (2. v. r.) und die Patinnen für die Strecke nach Telgte Marianne Hegemann (l.) und Cläre Storp (3.v.r.). Foto: Hertleif

Fast gemeinsam mit der Wallfahrt im Rahmen des Katholikentages traf auch eine andere Pilgergruppe in Telgte ein. Sie zog mit einem 130 Kilogramm schweren Friedensstein ein. Insgesamt zwölf Teilnehmer hatten sich zusammengefunden, um das schwere Stück von der Erphokirche in Münster über den alten Prozessionsweg durch Münster-St. Mauritz, Kasewinkel und die Telgter Bauerschaften bis zur Gnadenkapelle zu ziehen.

Rund 115 000 Umdrehungen hat der Stein jetzt bereits hinter sich. Am Ostermontag ist er in Kürten im Bergischen Land auf die Reise geschickt worden. Auf der einen Seite ist das Wort „Friede“ in 44 Sprachen eingemeißelt, auf der anderen Seite sind die Symbole der Weltreligionen zu sehen. Zum Rollen sind zwei Metallbügel angebracht, mit denen sich der Stein allein oder zu zweit schieben und ziehen lässt.

Möglichst am Tag der Deutschen Einheit soll der „Mühlstein“ in Berlin eintreffen. Danach soll es weiter bis Jerusalem und möglichst um die ganze Welt gehen.

Der Künstler Michael Flossbach hat die Aktion gestartet und den Stein aus einem Basaltblock gehauen. Am Samstag war er auch dabei. Jetzt will er den Stein aus der Hand geben und hofft, dass sich viele finden, die ihn weiterziehen. Ob er sicher ist, dass der Stein ans Ziel kommt? „Wenn man nicht dran glaubt, braucht man nicht starten“, sagt er im Gespräch.

Für die Etappe nach Telgte hatten die Schwestern Marianne Hegemann und Cläre Storp die Patenschaft übernommen. Storp ist in Telgte aufgewachsen und wohnt seit 35 Jahren im Bergischen Land. „Es ist lange her, dass ich für den Frieden auf die Straße gegangen bin“, erinnert sie sich an Studienzeiten in Bonn. Jetzt sei es wieder an der Zeit. Bereits am Samstag rollte der Stein weiter nach Raestrup zum Hof der Familie Hegemann,

Wahrscheinlich an Pfingsten soll der Friedensstein weiter Richtung Osten gezogen werden. Marianne Hegemann und Cläre Storp haben als nächstes Etappenziel Beelen ins Auge gefasst. Wer mitgehen will oder Kontakt zu möglichen Stein-Paten auf dem Weg nach Berlin hat, kann sich bei Marianne Hegemann melden, ✆  0 25 82/70 78.  

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