Josef Purk im Altenheim Maria Rast verabschiedet
570 WN-Vorleserunden

Telgte -

18 Jahre lang hat Josef Purk den Senioren im Altenheim Maria Rast aus den Westfälischen Nachrichten vorgelesen. Jetzt wurde er verabschiedet.

Donnerstag, 07.06.2018, 17:00 Uhr

Josef Purk (hinten r.) wurde von Einrichtungsleiterin Monika Manthey (hinten r.) verabschiedet. Dieter Köcher (hinten l.) übernimmt die Vorleserunde.
Josef Purk (hinten r.) wurde von Einrichtungsleiterin Monika Manthey (hinten r.) verabschiedet. Dieter Köcher (hinten l.) übernimmt die Vorleserunde.

Josef Purk wurde am Dienstag im Altenheim Maria Rast von den Teilnehmern seiner Zeitungsrunde, der Einrichtungsleitung, der Pflegedienstleitung und dem Sozialen Dienst verabschiedet.

Seit dem 21. November 2000 erschien der pensionierte Lehrer Josef Purk jeden Dienstag im Seniorenheim Maria Rast, um den Bewohnern aus den Westfälischen Nachrichten vorzulesen. Diese „Nachrichtenstunde“ wurde von ihm akribisch vorbereitet. „Ich sichte die Zeitung die ganze Woche und überlege mir, was für die Senioren interessant sein könnte“, berichtete er. Die Vielfalt der Themen beinhaltete lokale, regionale und sportliche Berichterstattung. Auch Politik war nicht ausgenommen.

Seit August 2010 wurde Josef Purk von Günther Thieme, einem ebenfalls pensionierten Lehrer, unterstützt. Ihm war wichtig, dass keine Stunde ausfiel, wenn er selbst einmal krank oder im Urlaub war.

In der Zeit seiner nun fast 18-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit hat Purk 570 Zeitungsrunden mit je acht bis neun Teilnehmern durchgeführt. Die Bewohner haben in all den Jahren zwar gewechselt, Josef Purk blieb.

Jetzt hat er sich entschlossen, die Zeitung zusammenzufalten. Aus Gesundheits- und Altersgründen gibt Josef Purk sein Ehrenamt im Haus Maria Rast auf. Von der Einrichtungsleitung wurde er mit großem Dank, viel Bedauern und Verständnis verabschiedet. Die Bewohner überreichten ihm eine Rose – verbunden mit sehr persönlichen Wünschen für seine Gesundheit. Von ihm selbst erhielten sie ebenfalls ein Abschiedsgeschenk: einen Piccolo Sekt und eine Tüte Plätzchen.

Beruhigt zeigte sich Josef Purk, dass es gelungen ist, einen Nachfolger zu finden. Mit Dieter Köcher zeigte er sich mehr als einverstanden und versicherte den Bewohnern: „Das ist ein Nachfolger in meinem Sinne, den ich schon lange kenne.“ Dann verließ er den Raum – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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