Entwicklung Raestrups
Grünes Licht fürs Gemeindehaus

Telgte -

Es wird noch einige Zeit dauern, doch dem Bau eines Gemeindehauses neben der Kraftfahrerkapelle in Raestrup scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Bezirksregierung, Kreis und die Stadt haben gemeinsam einen Weg erarbeitet, wie das Projekt realisiert werden könnte.

Dienstag, 03.07.2018, 06:00 Uhr

Ein bisschen kann es noch dauern, doch dem Bau eines Gemeindehauses neben der Kraftfahrerkapelle in Raestrup scheint nun nichts mehr im Weg zu stehen.
Ein bisschen kann es noch dauern, doch dem Bau eines Gemeindehauses neben der Kraftfahrerkapelle in Raestrup scheint nun nichts mehr im Weg zu stehen. Foto: Große Hüttmann

Die Raestruper Bürger sind ihrem Ziel, ein Gemeindehaus an der Kraftfahrerkapelle zu bauen und in geringem Umfang – abhängig von der demografischen Entwicklung – auch neue Baugrundstücke zu schaffen, einen Riesenschritt näher gekommen. In intensiven Gesprächen hätten sich die Bezirksregierung Münster, der Kreis Warendorf und die Stadt Telgte auf ein Verfahren verständigt, „das der Siedlung Raestrup wie auch dem Projekt Gemeindehaus eine realistische Perspektive eröffnet“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Kreis, Bezirksregierung und Stadt, die der WN-Redaktion vorliegt.

Entscheidender Punkt der Einigung ist, dass Raestrup als „im Zusammenhang bebauter Ortsteil“ klassifiziert wird. Die derzeit gültige Außenbereichssatzung kann dadurch umgewandelt werden. Das macht wiederum die Ausweisung neuer Baugrundstücke möglich.

In westlicher Richtung von der Ortslage bis zur Kraftfahrerkapelle sollen keine Baugrundstücke ausgewiesen werden. Dieser noch unbebaute Raum soll Freiraum bleiben.

Für das geplante Gemeindehaus wird ein separates Bauleitplanverfahren angestrebt. Die Fläche der Kraftfahrerkapelle soll darin als Gemeinbedarfsfläche mit einer Zweckbindung „Kraftfahrerkapelle“ ausgewiesen werden, die westlich angrenzende heutige Freifläche als Gemeindebedarfsfläche mit der Zweckbindung „Gemeindehaus“. Die Stadt Telgte muss die Nutzung als Gemeindehaus in einem aufzustellenden Bebauungsplan festschreiben. Andere Nutzungen werden ausgeschlossen.

Bürgermeister Wolfgang Pieper betonte, dass die Stadt nun die notwendigen Verfahren einleiten werde. Diese seien aber nicht ganz unkompliziert und würden einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber mit der erreichten Verfahrensabsprache sei der Weg nun frei, um zwei zentrale Ziele aus dem Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) zu realisieren.

„Dass wir jetzt im Zusammenwirken aller Beteiligten den Knoten durchschlagen konnten, freut mich sehr. Für Raestrup ist das ein gutes Ergebnis“, wird Landrat Dr. Olaf Gericke in der Pressemitteilung zitiert. „Die so gewonnene Lösung ist auch eine Wertschätzung für das hohe Engagement und die lebendige Gemeinschaft in Raestrup. Sie zeigen, dass ein Leben in einer ländlichen Region auch in der heutigen Zeit attraktiv sein kann“, so Regierungspräsidentin Dorothee Feller.

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