Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik an der Bahnhofstraße
Bodensanierung beendet

Telgte -

Die Sanierung auf dem Altstandortgelände der früheren Bettfedernfabrik Kruchen an der Bahnhofstraße ist nach fast fünf Jahren erfolgreich abgeschlossen worden.

Mittwoch, 29.08.2018, 05:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.08.2018, 05:00 Uhr
  Die Sanierung der Bodenluft und des Grundwassers auf dem Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik an der Bahnhofstraße ist nach Angaben des Kreises abgeschlossen. Fünf Jahre lang war dort die Bodenluft und das Grundwasser abgesaugt und gereinigt worden.
  Die Sanierung der Bodenluft und des Grundwassers auf dem Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik an der Bahnhofstraße ist nach Angaben des Kreises abgeschlossen. Fünf Jahre lang war dort die Bodenluft und das Grundwasser abgesaugt und gereinigt worden. Foto: Große Hüttmann

Jahrelang liefen auf dem ehemaligen Fabrikgelände an der Bahnhofstraße Spezialpumpen, um sogenannte leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW) aus der Bodenluft und dem Grundwasser zu entfernen. Die Maßnahmen hatten Erfolg: „Die Sanierung auf dem Altstandortgelände der früheren Bettfedernfabrik Kruchen an der Bahnhofstraße ist nach fast fünf Jahren erfolgreich abgeschlossen worden“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Warendorf.

Untersuchungen der Bodenluft und des Grundwassers hätten gezeigt, dass die Stoffe aus der Bodenluft weitgehend entfernt werden konnten. „Die LCKW-Gehalte im Grundwasser wurden dabei ebenfalls soweit reduziert, dass die Sanierung eingestellt und die Anlagenkomponenten zurückgebaut werden konnten“, betont Kreissprecher Thomas Fromme.

Ganz vorbei ist die Maßnahme damit noch nicht: Fortgesetzt wird die Überwachung des Grundwassers in der Altstadt. Dafür bleiben einzelne Kontrollbrunnen erhalten. Sie befinden sich sowohl auf dem früheren Betriebsgelände als auch weiter nördlich im Bereich der Altstadt bis hin zur Ems. Probenentnahmen sind auch an ausgewählten Gartenbrunnen von Anwohnern geplant, die schon in der Vergangenheit ihre Brunnen für Untersuchungen zur Verfügung gestellt hatten, heißt es weiter.

An den ausgewählten Messstellen und Gartenbrunnen wird das Ergebnis der Sanierung in Abständen von mehreren Monaten im Auftrag und auf Kosten des Kreises Warendorf kontrolliert. Die Untersuchungsergebnisse werden den Grundstückseigentümern laut Kreisumweltamt zur Verfügung gestellt.

Im Zuge der Stilllegung der Sanierungsanlage wurden zwei Überseecontainer, die die Sanierungsanlagen enthielten, aus der ehemaligen Produktionshalle transportiert, Messstellen zurückgebaut, Leitungen und Abluftrohre entfernt und die Außenanlagen wieder hergerichtet und bepflanzt.

Zum Hintergrund der Sanierung: Auf dem ehemaligen Betriebsgelände hatte das Unternehmen in den 1970er Jahren zur Reinigung von Bettfedern – wie damals üblich und zulässig – das Reinigungsmittel Perchlorethylen (PER) eingesetzt. Teile davon drangen in den Untergrund ein und verunreinigten den Boden, die Bodenluft – das ist die Luft im Porenraum zwischen den Bodenteilchen – und das Grundwasser.

Nach der Ermittlung des Ausmaßes der Untergrundverunreinigung wurde in enger Abstimmung mit der Grundstückseigentümerin sowie der Stadt, dem Kreis und einem Sachverständigen ein Konzept zur Sanierung der LCKW-Verunreinigungen auf dem ehemaligen Betriebsgelände erstellt und umgesetzt.

Seit 2013 wurden rund 1000 Kilogramm PER überwiegend aus der Bodenluft, aber auch aus dem Grundwasser abgesaugt beziehungsweise abgepumpt, in den Sanierungsanlagen anschließend durch Aktivkohlefilter gebunden und fachgerecht entsorgt.

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