Telgter absolviert FSJ in Argentinien
„Eine wunderbare Erfahrung“

Telgte -

Der Telgter Malte Stricker absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr in Argentinien in der Provinz Buenos Aires. Dort unterrichtet der 19-Jährige unter anderem an einer Schule. Viele tolle Erfahrungen habe er in den zurückliegenden zwölf Monaten gemacht, berichtet er. Am Sonntag tritt er die Heimreise an.

Freitag, 31.08.2018, 13:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.08.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 31.08.2018, 13:10 Uhr
Zusammen arbeiten Malte Stricker (re.) und Julius Richartz seit einem Jahr an einer argentinischen Schule.
Zusammen arbeiten Malte Stricker (re.) und Julius Richartz seit einem Jahr an einer argentinischen Schule. Foto: privat

Malte Stricker absolviert seit September vergangenen Jahres sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Los Cardales in Argentinien an der „Höltersschule Natur“ in der Provinz Buenos Aires.

Der 19-jährige Telgter hatte sich, nachdem er im Jahr 2016 als Schüler des Telgter Gymnasiums zu einem vierwöchigen Austausch in Ciudad Jardin (deutsch: Gartenstadt ) war, dazu entschlossen, in Südamerika sein soziales Jahr zu verbringen.

Dass es ihn, nachdem er sich bei der Organisation „IN VIA Köln“, die FSJ-ler in verschiedene Länder vermitteln, wieder in die Provinz Buenos Aires verschlug, war reiner Zufall. So kommt es immer noch zu regelmäßigen Wiedersehenstreffen mit seinen ehemaligen Austauschschülern. „Aus dem Austausch sind richtige Freundschaften entstanden“, erzählt Malte Stricker. „Die Mentalität der Menschen, die Gastfreundschaft und die Kultur hat mich damals so sehr fasziniert.“ Die spanische Sprache macht Malte viel Spaß, und er hat in dem Jahr viel dazu gelernt.

Als Vorbereitung für seine Lehrerrolle in Los Cardales machte er zunächst für ein paar Wochen ein Praktikum beim Verein Zib in Telgte, wo innerhalb der Sprachkurse für geflüchtete Menschen ebenfalls Deutsch gelehrt wird.

Nach einem Auswahlverfahren und einem zweiwöchigen intensiven Vorbereitungsseminar in Solingen hatten die jungen FSJ-ler, die im September 2017 feierlich von der Organisation „IN VIA“ nach Argentinien und Chile verabschiedet wurden ausführlich Zeit, sich kennenzulernen. „Mit mir und meinem Mitfreiwilligen passte es sofort. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden.“

Zusammen arbeiten Malte Stricker und Julius Richartz nun für ein Jahr an einer argentinischen Schule. Malte hatte sich speziell auf dieses Projekt beworben, da ihm eine argentinische Schule durch den Austausch schon etwas vertraut war. Nun wollte er noch mal eine andere Schule in Argentinien intensiver kennenlernen.

In der sogenannten Primaria (Jahrgang eins bis sechs) und Secundaria (sieben bis zwölf) unterrichtet der junge Telgter im Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen bis zu sechs Personen im Alter von sechs bis siebzehn Jahren. Dabei werden leistungsschwache wie auch starke Schüler von den beiden FSJ-lern gefördert. „So haben wir die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit mit ganz unterschiedlichen Altersstufen zu bekommen und die Schüler profitieren natürlich auch von uns Muttersprachlern.“ Die Arbeit mit den Kindern macht ihm sehr viel Spaß.

Außerdem sind die beiden Freiwilligen in verschiedenen Sozial- beziehungsweise Solidaritätsprojekten der Schule tätig. Zum einen begleiten sie ein Mal pro Woche ein Deutsch-Projekt an einer Schule in Rio Lujan, an der es viele sozial Schwache gibt. Darüber beschäftigt sich Malte Stricker ebenso in einem Bario in Capilla mit sozial schwachen Kindern: Fußball oder verschiedene Gesellschaftsspiele werden gespielt. Auch die Versorgung mit Essen gehört zu seinen Aufgaben.

Des Weiteren sind die beiden Freiwilligen regelmäßig bei einer Familie tätig gewesen, um diese bei der Pflege ihres schwer erkrankten Kindes zu unterstützen.

Der Schulalltag unterscheide sich in Argentinien sehr vom dem der Deutschen. „Alles läuft irgendwie viel entspannter ab.“ Auch die Schüler erscheinen Malte in ihrem Alltag längst nicht so gestresst wie in seiner Heimat.

FSJ-ler haben natürlich auch Urlaubstage. Diese hat der 19-Jährige auch schon ausführlich zum Reisen genutzt wie beispielsweise nach Iguazu, zu den größten Wasserfällen der Welt im Norden an der Grenze zu Brasilien oder auch in die Anden, um das Land, Natur und dessen Kultur näher kennenzulernen.

Die spannende Zeit in Argentinien ist für den jungen Telgter nun schon fast beendet. Am 2. September tritt er die Heimreise an. „Für mich war das Jahr einfach eine wunderbare Erfahrung“, sagt Malte Stricker resümierend.

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