Telgte Kaffee heiß begehrt
Rund 34 000 Packungen verkauft

Telgte -

Etwa 8,5 Tonnen fair gehandelten Kaffee aus Guatemala hat der Freundeskreis Zentralamerika in den vergangenen Jahren verkauft und damit vor Ort geholfen.

Dienstag, 02.10.2018, 11:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 11:46 Uhr
Mitglieder des Freundeskreises Zentralamerika, hier im Emscafé, nutzten den „Tag des Kaffees“, um eine Bilanz beim „Telgte Kaffee“ zu ziehen, den es nicht nur gemahlen, sondern auch als ganze Bohnen gibt.
Mitglieder des Freundeskreises Zentralamerika, hier im Emscafé, nutzten den „Tag des Kaffees“, um eine Bilanz beim „Telgte Kaffee“ zu ziehen, den es nicht nur gemahlen, sondern auch als ganze Bohnen gibt.

162 Liter Kaffee trinkt jeder Bundesbürger statistisch gesehen jährlich. In der Emsstadt ist dabei immer öfter „Telgte Kaffee“ in den Tassen. Denn die Bohnen aus Guatemala, die der Freundeskreis Zentralamerika seit 2006 in Zusammenarbeit mit anderen Partnern vertreibt, erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Rund 34 000 Packungen wurden in den vergangenen Jahren nach Angaben von Jan-Henrik Buchholz, er ist im Verein für die braunen Bohnen zuständig, verkauft. Das entspricht rund 8,5 Tonnen Kaffee.

„Der Telgte Kaffee ist eine Erfolgsgeschichte“, ist Buchholz überzeugt. Das zeige sich nicht nur anhand der Zahlen, sondern auch an den Rückmeldungen vieler Kunden. Dabei ist der „Telgte Kaffee“ über die Grenzen der Emsstadt hinaus bekannt und beliebt. Ein großes Maschinenbau-Unternehmen aus Schapen im Emsland, das durch das Internet auf das seit 2016 auch bio-zertifizierte Produkt aufmerksam wurde, bietet Mitarbeitern und Kunden mittlerweile den Kaffee an. Hinzu kommen zahlreiche Verkaufsstellen in Telgte und Westbevern, die auf der Internetseite des Vereins gelistet sind.

„Wir haben einen treuen Kundenstamm“, sagt Jan-Henrik Buchholz. Das Gros des „Telgte Kaffee“ werde durch den Eine-Welt-Laden der Kirchengemeinde St. Marien verkauft, aber unter anderem auch der Weltladen der evangelischen Kirchengemeinde sei schon lange mit im Boot.

Doch das Angebot beschränkt sich nicht allein auf die gemahlene Variante. Zwar hat sich der „Telgte Espresso“ nicht am Markt halten können, doch bereits seit Anfang an gibt es auch die ganzen Bohnen zu kaufen. „Gerade für Vollautomaten sind die ideal“, rührt der Ehrenamtliche ein wenig die Werbetrommel für dieses Produkt.

Passend zum gestrigen Tag des Kaffees haben sich die Mitglieder des Freundeskreises getroffen und unter anderem neue Ideen für das Produkt entwickelt. Die Gewinnung neuer Kunden soll in den nächsten Monaten forciert werden. Außerdem wollen die Ehrenamtlichen versuchen, wieder in einige Supermarkt-Regale in Telgte zu kommen.

„Stärken fördern“ ist übrigens das Motto des „Telgte Kaffees“. Denn einerseits ist Guatemala seit jeher bekannt für seinen hochwertigen Spitzenkaffees. „Die guatemaltekischen Kleinbauern zu stärken und den Kunden zugleich ein Spitzenprodukt zu liefern, ist dabei die Idee für diesen Slogan gewesen“, sagt das Mitglied des Freundeskreises. Generell, das unterstreicht er in diesem Zusammenhang, werde mit dem Verkauf des „Telgte Kaffees“ erreicht, dass die guatemaltekischen Kaffeebauern einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekämen. Der Freundeskreis Zentralamerika ist übrigens Mitglied der Fairtrade-Initiative Telgte.

Die Bohnen des „Telgte Kaffee“ werden übrigens in zwei ausgewählten Fincas angebaut: Im Südwesten Guatemalas, nahe der mexikanischen Grenze im Departamento San Marcos, hat sich die Kooperative „Finca Buenos Aires“ gebildet. Am Atitlán-See, einer der schönsten Binnenseen der Welt im Departamento Sololá in Zentralguatemala, wird der Kaffee von der Maya-Kooperation „Fedepma“ angepflanzt. Diese Region ist den Telgtern und Freunden des Freundeskreises Zentralamerika bekannt, denn genau hier helfen sie durch den Bau der Schulen.

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