Museum Religio in Telgte
Rettung vor der Apokalypse

Telgte -

Nicht nur im Museum Religio können Interessierte darüber abstimmen, welche Kulturgüter gerettet werden sollten, wenn morgen die Welt unterginge.

Donnerstag, 22.11.2018, 18:00 Uhr
Unter anderem das Kulturhauptstadt-Kreuz gehört zu den ausgewählten Kulturgütern, die bei einer Aktion des Museums Religio eine wichtige Rolle spielen. Das Projekt betreuen: Lucas Hermersdorfer, Katrin Köhler-Kahnt und Museumsleiterin Dr. Anja Schöne.
Unter anderem das Kulturhauptstadt-Kreuz gehört zu den ausgewählten Kulturgütern, die bei einer Aktion des Museums Religio eine wichtige Rolle spielen. Das Projekt betreuen: Lucas Hermersdorfer, Katrin Köhler-Kahnt und Museumsleiterin Dr. Anja Schöne. Foto: Große Hüttmann

Was wäre, wenn morgen die Welt unterginge: Welches Kulturgut aus dem Museum Religio sollte gerettet werden und warum? Diese Entscheidung können die Besucher ab sofort treffen – und nicht nur sie. Denn alle Interessierten sind über die Homepage des Museums, Facebook und Instagram zum Mitmachen aufgefordert.

Sechs Exponate hat das Museum für die Abstimmung ausgewählt. Bis zum 16. Dezember sind Rückmeldungen möglich, ob es das Hungertuch, ein Eichenholz-Bildstock aus der Zeit um 1670, eine Menora aus dem 18. Jahrhundert, eine mehr als 150 Jahre alte Hauskrippe, ein Grabkreuz aus den Niederlanden oder das Kulturhauptstadt-Kreuz, geschaffen in der Abtei Meschede, sein sollte. Die Aktion ist Teil des Kooperationsprojekts „Apokalypse Münsterland“ unter der Projektleitung des „Münsterland e.V.“.

Dr. Anja Schöne, Leiterin des Museums Religio, ist gespannt auf die Ergebnisse der Abstimmung. Das Projekt ist ihrer Meinung nach eine gute Idee, die Bedeutung von Kulturgütern wieder etwas mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Eng verknüpft sei das wiederum mit der Bedeutung von Museen für den Erhalt solcher Objekte.

Erstmals zieht das Haus dabei auch verschiedene „Register“ in den sozialen Medien. Lucas Hermersdorfer, seit kurzer Zeit als Bundesfreiwilligendienstleistender im Museum, wird dafür sorgen, dass im Internet Abstimmungen möglich sind.

Die ausgewählten Kulturgüter werden ab Januar von Studenten der Fachhochschule Münster, Fachbereich Architektur, zudem digitalisiert und virtuell in Szene gesetzt. Im Sommer kommenden touren die Objekte dann in digitaler Form gemeinsam mit 27 ausgewählten Kulturgütern anderer Museen in einem Container durch die Region.

Das Projekt „Apokalypse Münsterland“ wird unter anderem gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

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