Projekt „#NichtEgal“ am Telgter Gymnasium
Respekt und Toleranz im Netz

Telgte -

Durch die Teilnahme am Projekt „#NichtEgal“ sollten Schüler des Telgter Gymnasiums lernen, im Netz respektvoller und toleranter miteinander umzugehen.

Donnerstag, 29.11.2018, 19:00 Uhr
Zu Beginn fordert Bürgermeister Wolfgang Pieper die Schüler dazu auf, auch im Netz respektvoll miteinander umzugehen.
Zu Beginn fordert Bürgermeister Wolfgang Pieper die Schüler dazu auf, auch im Netz respektvoll miteinander umzugehen.

US-Präsident Donald Trump und fremdenfeindliche Parteien demonstrieren fast täglich, wie das Netz nicht genutzt werden sollte. Sie missbrauchen digitale Nachrichtenkanäle, um Mitmenschen zu verunglimpfen und zu beleidigen. Im Kleinen passiert Ähnliches immer wieder auch jungen Menschen. In Videos werden immer wieder Schüler bloßgestellt oder niedergemacht, sie werden gar Opfer von Hasstiraden. Die Folge: Sie verabschieden sich von Facebook & Co..

Aber es geht auch anders. Das sollte den Siebt- und Achtklässlern des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums durch die Teilnahme an der Projekt „#NichtEgal“ aufgezeigt werden, das für mehr Respekt und Toleranz im Netz wirbt. In seinen Begrüßungsworten forderte Bürgermeister Wolfgang Pieper die Schüler dazu auf, einen respektvollen Umgang miteinander im Netz zu finden. Man dürfe Kritik äußern, das müsse aber respektvoll geschehen. Was er mit dem bekannten Sprichwort unterstrich: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

„,#NichtEgal’ ist eine gemeinsame Initiative von YouTube, von Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), ,klicksafe’, ,medienblau’ und ,Digitale Helden’, die für ein gutes Miteinander auf YouTube und darüber hinaus eintritt. Wir alle können unseren Teil dazu beitragen, einen respektvollen Umgang zu pflegen und eine positive digitale Kommunikationskultur auch aktiv zu leben“, heißt es auf der Homepage der Initiative.

Markus Gerstmann, mit der Durchführung des Projektes betrauter Medienpädagoge aus Bremen, weilte vor drei Wochen bereits am Telgter Gymnasium, um 31 Neunt- bis Elftklässler als Mentoren auszubilden, sie also dafür zu schulen, das Projekt mit den jüngeren Schülern durchzuführen. Nach der Einführung begaben sich Mentoren und Schüler in Klassen. In Kleingruppen setzten sie sich mit dem Thema auseinander. „Sie reden jetzt über positive Kommunikationskultur“, berichtete Lehrerin Andrea Rösner, die sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Mario Möllenkamp um die Durchführung der Aktion kümmerte. „Sie wollen eine Botschaft entwickeln, die sie in Videoform selbst entwickeln werden.“ Anschließend schauten sich die Klassen die Videos gemeinsam an, um in der Folge über die darin enthaltene Botschaft zu diskutieren. Geben die Eltern ihr Einverständnis, sollen die Videos auch bei Youtube hochgeladen werden.

Markus Gerstmann ist sich sicher, dass die Botschaften durch das eigene Erarbeiten in den Schülern „tiefgehend verankert“ werden. „Ziel muss es sein, das Netz zu einem demokratischen Wohlfühlort zu machen, wo positive Diskussionen entstehen“, fasste er zusammen. Hass habe dort nichts zu suchen. Die Schüler müssten lernen, die Gesellschaft gemeinsam konstruktiv zu gestalten und sich gleichzeitig nicht von destruktiven Menschen kaputtmachen zu lassen.

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