Schwerer Unfall in Telgte
Stundenlanger Großeinsatz

Telgte -

Wahrscheinlich sechs Verletzte, eine stundenlange Sperrung der Umgehungsstraße und Dauerstaus in der Stadt: Das ist die erste – tragische – Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls.

Donnerstag, 06.12.2018, 18:56 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 13:24 Uhr
Nachdem er nach ersten Aussagen in den Gegenverkehr gekommen war und mehrere Pkw (kl. Bild) touchiert hatte, fuhr dieser Lkw gegen die Lärmschutz­wand. Die Feuerwehr barg den schwer verletzten Fahrer aus dem Führerhaus.
Nachdem er nach ersten Aussagen in den Gegenverkehr gekommen war und mehrere Pkw (kl. Bild) touchiert hatte, fuhr dieser Lkw gegen die Lärmschutz­wand. Die Feuerwehr barg den schwer verletzten Fahrer aus dem Führerhaus. Foto: Große Hüttmann

Wahrscheinlich sechs Verletzte, eine stundenlange Sperrung der Umgehungsstraße und Dauerstaus in der Stadt: Das ist die erste – tragische – Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstag gegen 17 Uhr auf der Umgehungsstraße in Höhe der Gärtnerei Große Jäger ereignet hat.

Nach Aussagen von mehreren Zeugen war ein Lkw in Fahrtrichtung Münster unterwegs, als dieser aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr gekommen sei. Er habe dabei mehrere Pkw touchiert. Während einige Fahrzeuge nur leichte Schäden davontrugen, wurde ein Renault schwer beschädigt. Der Lkw prallte schließlich gegen die Lärmschutzwand der Umgehungsstraße. Bei dem heftigen Zusammenprall wurde das Führerhaus des Trucks erheblich beschädigt, der Fahrer eingeklemmt.

Die Feuerwehr, die innerhalb kurzer Zeit vor Ort war, barg zuerst den Fahrer. Dieser kam nach Angaben von Einsatzleiter Alfons Huesmann direkt in ein Krankenhaus und sei sofort operiert worden.

Anschließend wurde der Nahbereich der Unfallstelle evakuiert. Der Grund dafür: Da aus dem Lkw eine Flüssigkeit austrat und die Kräfte aufgrund der Frachtpapiere davon ausgehen mussten, dass das Fahrzeug ein Kältemittel geladen hatte, wurde der sogenannte ABC-Zug des Kreises Warendorf angefordert. Das sind Experten der Feuerwehren Ahlen und Beckum, die das Fahrzeug eingehend untersuchen. Auch Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann war an der Unfallstelle, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Da die Umgehungsstraße zwischen den Kreuzungen Kiebitzpohl und Osthues-Brandhove gesperrt war, kam es in der Folge zu stundenlangen Staus im gesamten Stadtgebiet. Etliche Fahrzeuge suchten sich Schleichwege. In der Nähe der Unfallstelle fuhr sich im Bereich der Bundesstraße ein weiterer Lkw fest.

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