Der Tag nach dem schweren Lkw-Unfall in Telgte
Einsatz wird intensiv ausgewertet

Telgte -

Auch einen Tag später beschäftigt der schwere Verkehrsunfall auf der B 51 bei Telgte weiter die Einsatzkräfte. Insgesamt hatte es sechs Verletzte gegeben, zwei davon Kleinkinder. Ein Lkw war in den Gegenverkehr geraten, doch die Ursache ist weiter unklar.

Freitag, 07.12.2018, 11:18 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 11:31 Uhr
Rund 80 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis waren bei dem schweren Lkw-Unfall.
Rund 80 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis waren bei dem schweren Lkw-Unfall. Foto: agh

Die Fahrzeuge stehen zwar wieder einsatzbereit in der Feuerwache, gleichwohl wird der schwere Lkw-Unfall auf der Umgehungsstraße in Telgte die Einsatzkräfte, die aus verschiedenen Bereichen des Kreises zur Hilfe gerufen wurden, noch weiter beschäftigen. Sechs Personen wurden dabei verletzt, zwei davon schwer.

Auch wenn die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Nacht zu Freitag nach sechseinhalb Stunden Einsatz endlich wieder einrücken konnten, der schwere Unfall auf der Umgehungsstraße am Donnerstagabend wird etliche von ihnen noch länger beschäftigen. „Es hat alles gut geklappt, gleichwohl werden wir diesen Einsatz, bei dem verschiedene Einheiten aus dem gesamten Kreis beteiligt waren, auf verschiedenen Ebenen noch intensiv auswerten“, sagte Einsatzleiter Alfons Huesmann.

Einsatz wird intensiv ausgewertet

Dabei geht es vor allem um die Ladung des Lkw. Dieser hatte nach Angaben der Polizei das Abfallprodukt eines Kühlmittels geladen. Nach der Bergung des schwer verletzten Fahrers und einer ausführlichen Erkundung hatten die Feuerwehrkräfte die Befürchtung, dass ein Teil der Ladung beschädigt sein könnte.

Sicherheitshalber wurde deshalb der ABC-Zug des Kreises Warendorf alarmiert. Als dieser eingetroffen war, nahmen die Experten in Chemie-Schutzanzügen die Ladung unter die Lupe. Zu dieser Zeit war die Unfallstelle bereits großräumig abgesperrt.

Schwerer Unfall in Telgte

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  • Ein Lastwagen ist auf der Bundesstraße 51 in Telgte in den Gegenverkehr geraten und in drei Autos gekracht.

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Dabei wurden sechs Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. 

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Warum der 51-jährige am Donnerstag mit seinem Lkw von seiner Fahrspur abkam, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. 

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Beim Zusammenprall wurde der Lastwagenfahrer schwer verletzt in seinem Führerhaus eingeklemmt. 

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  • Unter den fünf Verletzten in den drei Autos, in die er prallte, waren auch ein zwei- und ein vierjähriges Kind.

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  • Die Bundesstraße war für mehrere Stunden komplett gesperrt.

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80 Einsatzkräfte vor Ort

Nach Angaben der Feuerwehr-Einsatzleitung sei zudem bereits überlegt worden, sollte die Ladung wirklich beschädigt sein, Teile der angrenzenden Vogelsiedlung zu evakuieren. „Das entsprechende Personal hätten wir vor Ort gehabt“, sagt Huesmann. Denn rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst befanden sich zu diesem Zeitpunkt an der Unfallstelle.

Nach einiger Zeit konnten die Spezialisten des ABC-Zuges aber Entwarnung geben. Die Ladung war unbeschädigt und – da sie gut gesichert war – trotz des Aufpralls auf die Lärmschutzwand nicht verrutscht.

Lkw-Fahrer blockiert Zufahrt

Den Kopf schütteln kann Einsatzleiter Alfons Huesmann aber über einen Lkw-Fahrer, der im Bereich des „Burger King“ gewendet und sich dabei mit seinem 40-Tonner festgefahren hatte. Denn der Auflieger blockierte dabei teils die Zufahrt für weitere Einsatzkräfte von dieser Seite aus.

Nachdem sowohl der festgefahrene Lkw als auch der verunfallte geborgen waren, säuberten Feuerwehr und Bauhof die Straße. Zudem wurde die Bankette von den städtischen Arbeitern wieder notdürftig instand gesetzt.

Unfallursache weiter ungeklärt

Nach Angaben der Polizei kam der 51-Jährige Lkw-Fahrer aus dem Oberharz. Drei Fahrzeuge touchierte er, als er aus immer noch ungeklärter Ursache über die Gegenspur fuhr. Die Insassen eines entgegenkommenden Pkw hatten Glück, sie blieben unverletzt. Ein weiteres Fahrzeug, das mit vier Personen besetzt war und aus Lienen kam, wurde voll erfasst. Der 30-jährige Fahrzeugführer verletzte sich schwer, die 30-jährige Beifahrerin sowie die zwei- und vierjährigen Kinder wurden leicht verletzt. Eine 44-jährige Fahrerin eines dritten Pkw wurde leicht verletzt.

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