Landwirtschaftlicher Ortsverband Telgte/Westbevern
Intensive Diskussion und viele Ideen

Telgte/Westbevern -

Viele Informationen, aber auch angeregte Diskussionen gab es bei der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Telgte/Westbevern.

Mittwoch, 12.12.2018, 19:00 Uhr
Referierten bei der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Telgte/Westbevern: (v.l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Franz Freiherr von Twickel, Michael Klein, Martin Wickensack, Karl Werring und Ulrich Bultmann.
Referierten bei der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Telgte/Westbevern: (v.l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Franz Freiherr von Twickel, Michael Klein, Martin Wickensack, Karl Werring und Ulrich Bultmann. Foto: Niemann

Landwirte sind Unternehmer. Sie müssen ihre Produkte vermarkten. Das bedeutet auch, mit dem Verbraucher ins Gespräch zu kommen, die Arbeit auf den Höfen transparenter zu machen und Vertrauen zu generieren. Glaubhaftigkeit und Imagewerbung sind dabei ein wichtiger Faktor.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Telgte/Westbevern konnten sich die rund 65 Anwesenden darüber informieren, eigene Ideen einbringen und diskutieren. Zudem ging es um veränderte Gesetze und Verordnungen. Durchaus emotional wurde dabei diskutiert.

Zum Auftakt der knapp vierstündigen Versammlung hieß Martin Wickensack, Vorsitzender des Ortsverbandes, Bürgermeister Wolfgang Pieper , Karl Werring und Michael Klein (WLV), Ulrich Bultmann (Landwirtschaftskammer) und Franz Freiherr von Twickel besonders willkommen. In kurzen Worten ließ der Vorsitzende anschließend die Aktivitäten im fast abgelaufenen Jahr Revue passieren.

Bürgermeister Wolfgang Pieper ging danach auf kommunale Themen ein. Dazu gehörten etwa Informationen über die Instandhaltung der Wirtschaftswege. Zwei Drittel des Pensums sei bereits abgearbeitet, betonte Pieper. Das gab ein Lob von Manfred Fockenbrock. Zudem ging es um den Klimaschutz und die Bemühungen der Stadt in diesem Bereich. Wolfgang Pieper lobte zudem die Arbeit der Landwirte. Die Zusammenarbeit mit ihnen sei gut und mögliche Probleme ließen sich oft schnell im Gespräch lösen.

Dass 2020 der kreisweite „Tag der Landwirtschaft“ in Telgte stattfindet, freut den Bürgermeister: „Wir werden die Arme weit öffnen.“

Karl Werring und Michael Klein berichteten abwechselnd über Aktuelles aus dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. Michael Klein informierte zudem über die Afrikanische Schweinepest. „In Deutschland ist Gott sei Dank bisher noch kein Fall aufgetreten“, so der Experte. Gleichwohl schwebe aber das „Damoklesschwert“ über der Region. Land und Kreis seien in Bereitschaft.

Hans Freiherr von Twickel berichtete speziell für die Waldbauern und -besitzer. Wie lange es dauern werde, beim Waldbestand nach der Dürre wieder auf einem guten Stand zu sein, das lasse sich vermutlich erst in einigen Jahren sagen.

Ulrich Bultmann gab Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle Warendorf der Landwirtschaftskammer wieder. Das Interesse an der Landwirtschaft sei groß, das zeigten die Auszubildenden-Zahlen. 84 gibt es aktuell im Kreis Warendorf, 186 im Kreis Steinfurt und 90 im Kreis Coesfeld. Ulrich Bultmann sagte zudem, dass die Möglichkeiten, Gelder aus dem Hilfsprogramm „Dürre für existenzgefährdete Betriebe“ zu erhalten, gering seien. Die Abgabefrist wurde bis zum 20. Dezember verlängert.

Bei einer lebhaften Diskussion zum Ende der Versammlung kamen das niedrige Grundwasser (Manfred Fockenbrock) und der Ballast an Verordnungen, „früher konnte man in einem Ordner alles unterbringen, heute sind es drei und mehr“ (Tonis Hertleif), zur Sprache. Georg Schulze Nahrup regte einen Gedankenaustausch über bestimmte Themen im kleinen Kreis an.

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