Weihnachtskonzert des Telgter Gymnasiums
Das Herz des Orchesters geht

Telgte -

Ein bisschen Wehmut schwang in diesem Jahr beim Weihnachtskonzert des Gymnasiums mit. Dirigent Winfried Osthues hatte seinen letzten Auftritt mit seinen Musikern. Er zieht sich zurück.

Sonntag, 16.12.2018, 18:00 Uhr
Auch Propst Michael Langenfeld verabschiedete den Dirigenten Winfried Osthues.
Auch Propst Michael Langenfeld verabschiedete den Dirigenten Winfried Osthues. Foto: Kofoth

„Es lohnt sich jedes Jahr aufs Neue“, sagte Lynn Reher, Schülerin und Musikerin des Jugend-Blasorchesters, am Samstagabend beim alljährlichen Weihnachtskonzert in der Clemenskirche. Es sei schade, dass es jetzt ohne Winfried Osthues weitergehen müsse. Denn das Konzert war das zwölfte und letzte unter der Leitung des Lehrers und Dirigenten.

Schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war die Kirche rappelvoll. Schlagartig wurde es ruhig, als um fünf Minuten vor halb Acht das Licht gedimmt wurde und der Elternchor unter der Leitung von Lehrerin Judit Kumpmann mit Kerzen in der Hand in die Kirche einzog und dazu das Lied „Laudate omnes gentes“ sang.

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

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  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth
  • Zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert hatte das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am Samstagabend in die Clemenskirche eingeladen. Foto: Kofoth

Nachdem die Stimmung ruhiger und besinnlicher geworden war, sprach Propst Dr. Langenfeld einige Worte zur Begrüßung. Er interpretierte den Titel des „Telgter Dreiklangmarktes“, der in Verbindung mit dem Konzert stattfand: „Die Erde, das sind die Glühweinstände und Buden dort draußen. Und der Himmel, der ist hier, wo ihr alle so toll musiziert.“ Seinen besonderen Dank sprach der Geistliche Winfried Osthues und seiner „großen Truppe“ aus und schenkte dem Dirigenten zum Abschied eine Schürze mit dem Zeichen der Gemeinde St. Marien, da er ja bald Zeit zum Kochen habe. Osthues lachte nur und antwortete: „Wir haben aber einen Thermomix zu Hause.“

Im Anschluss an die Worte des Propstes konnte das Konzert richtig beginnen und neben dem Jugendblasorchester begeisterten die Orchesterklassen 6a und 7a unter der Leitung ihrer Lehrer Volker Grundmann und Claudia Mendel, das Telgter Kinderorchester unter der Leitung Mendels, das „Saxibylla“ und der „Telgter 5Klang“, der Schulchor und der Elternchor unter der Leitung von Judit Kumpmann sowie Letztere selbst an der Orgel. Eine Besonderheit war in diesem Jahr das Solo der Schülerin Carla Schwarberg am Fagott.

Auch für den guten Zweck wurde etwas getan. „Wir sammeln bei jedem Kirchenkonzert für eine wohltätige Organisation und haben bald mit unseren Spenden die 40 000-Euro-Marke geknackt“, erklärte Osthues. Besonders stolz sei er, dass mit dem diesjährigen Konzert eine Organisation unterstützt werde, in der eine ehemaliger Schüler tätig sei. Simon Schwarzkopf machte 2015 am Telgter Gymnasium sein Abitur und studiert nun in Freiburg. Dort hat er sich der Organisation „Taste of Malawi“ angeschlossen, die Frauen in Malawi mit einem selbst gebauten Atelier vor Ort, dem nötigen Werkzeug und Englisch sowie „Business Skills“ dabei hilft, sich als Näherinnen selbstständig zu machen. Die Organisation wird getragen von 20 Studenten aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Da aber am Samstag kein Vertreter vor Ort sein konnte, las Schülerin Theresa Bördemann den Brief einer Studentin aus Freiburg vor, die den Anwesenden die Organisation näher brachte und zu Spenden aufrief.

Eine Rede zum Abschluss der Veranstaltung hielt Osthues nach dem von ihm gewünschten Lied „Dies Irae“ aus dem Requiem von Verdi. Da dies sein letztes Konzert sei, seien Liederwünsche von ihm und dem Orchester ins Programm eingeflossen.

In seinen Schlussworten rief Osthues seinerseits nochmals zu Spenden auf und bedankte sich bei allen Eltern, Kollegen, Instrumentallehrern, Mitwirkenden und besonders seinem Orchester. Seinen Schülern gab er auch noch einen kleinen Motivationsanreiz für die Proben in der nächsten Zeit mit auf den Weg: „Im nächsten Jahr sitze ich im Publikum und höre euch zu.“ Seine Rede beendete er wie in jedem Jahr mit einem „Frohe Weihnachten“.

Anschließend spielte das Jugendblasorchester noch seinen Liederwunsch „Te Deum“ und traditionell das „Macht hoch die Tür“ und das Abendlied. Nach fast nicht endenden Ovationen folgte als Zugabe eine weitere Version des Klassikers „Feliz Navidad“.

Beim Abbauen war wegen des Abschiedes bei allen Beteiligten ein wenig Wehmut spürbar. „Mit Herrn Osthues geht das Herz des Orchester“, sagte der ehemalige Schüler Michel Plagge. „Es war ein schönes Konzert, schade dass es jetzt vorbei ist“, so Vincent Albrecht aus der elften Klasse.

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