Glasfasernetz in Westbevern
Schnell rauschen die Daten

Telgte/Westbevern -

Seit wenigen Tagen ist das flächendeckende Glasfasernetz in den Kernbereichen von Westbevern-Dorf und Vadrup Realität. Mehr als 52 Prozent der Haushalte in den Gebieten – genau 1068 Wohneinheiten – wurden seitdem an die Datenautobahn angeschlossen.

Dienstag, 18.12.2018, 20:00 Uhr
Ingo Teimann (2.v.l.), Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, übergab im Beisein einiger seiner Kollegen und Mitarbeitern der Verwaltung Bürgermeister Wolfgang Pieper (2.v.r.) eine Collage als Andenken an den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Westbevern.
Ingo Teimann (2.v.l.), Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, übergab im Beisein einiger seiner Kollegen und Mitarbeitern der Verwaltung Bürgermeister Wolfgang Pieper (2.v.r.) eine Collage als Andenken an den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Westbevern. Foto: Große Hüttmann

Vor genau einem Jahr erfolgten die ersten Tiefbauarbeiten, seit wenigen Tagen ist das flächendeckende Glasfasernetz in den Kernbereichen von Westbevern-Dorf und Vadrup Realität: Über 52 Prozent der Haushalte in den Gebieten, genau 1068 Wohneinheiten, wurden seitdem an die Datenautobahn angeschlossen. Mit durchschnittlich 200 MBit rauschen seitdem die Daten durch die Leitungen.

Und, auch daran ließ Bürgermeister Wolfgang Pieper am Dienstag bei einem offiziellen Termin im Rathaus keinen Zweifel: „Auch die Tiefbauarbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit der Stadt ausgeführt.“

Ingo Teimann, Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, war die Zufriedenheit sowohl über das Ende der flächendeckenden Tiefbauarbeiten als auch über das Lob hinsichtlich der Ausführungsqualität anzumerken. „Wir haben ein voll funktionsfähiges Netz an unsere Operations-Abteilung übergeben“, betonte er. 85 Prozent der Verlegearbeiten seien im Bohr-Spül-Verfahren umgesetzt worden. Das habe dazu geführt, dass nicht ganze Straßen und Bürgersteige aufgerissen werden mussten.

Ganz abgeschlossen ist das Projekt damit nicht, denn weiterhin können sich Kunden für die schnelle Leitung entscheiden. Dabei müssen sie aber möglicherweise ein wenig Geduld mitbringen, denn für Neuanschlüsse werden die Tiefbauarbeiten etwas gebündelt.

Während sich viele Bürger in Westbevern über schnelles Internet freuen können, sieht das in Telgte stellenweise noch anders aus. Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer hofft darauf, dass Mitte kommenden Jahres im Kreis Warendorf mit dem geförderten Ausbau eines Glasfasernetzes im Außenbereich begonnen wird. Wann die Bauerschaften in Telgte und Westbevern genau an der Reihe sind, sei derzeit (noch) nicht zu sagen.

Die Kernstadt muss wahrscheinlich noch längere Zeit auf Glasfaser verzichten. Aktuell nutzen dort viele Bürger das Unity-Media-Netz, zudem hat die Telekom das Kupferkabel mit Hilfe der Vectoring-Technologie nachgerüstet.

Zukünftig, das machte Bürgermeister Pieper deutlich, sei die sogenannte Gigabit-Offensive richtig und wichtig. Aber, auch das ließ er durchblicken, den von der Politik propagierten Zeitraum einer flächendeckenden Versorgung mit einem solchen Netz bis 2025 halte er für nicht machbar. „Das wird schon an den fehlenden Tiefbaukapazitäten scheitern.“ Daher werde es dazu kommen, dass die Kernstadt später Glasfaser habe als die Außenbereiche.

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