Museum Religio in Telgte
2400 Eiserkuchen gebacken

Telgte -

Mit dem traditionellen Eiserkuchenbacken schloss das Museum Religio das Veranstaltungsjahr 2019 ab.

Sonntag, 30.12.2018, 18:00 Uhr
Tradition ist es, dass es im Kaminraum am vorletzten Tag des Jahres frische Eiserkuchen für die Besucher gibt. Drei Middewinterhornbläser des Heimatvereins Wilsum luden mit ihren Signalen vor dem Heimathaus zum „Tag der offenen Tür“ ein.
Tradition ist es, dass es im Kaminraum am vorletzten Tag des Jahres frische Eiserkuchen für die Besucher gibt. Drei Middewinterhornbläser des Heimatvereins Wilsum luden mit ihren Signalen vor dem Heimathaus zum „Tag der offenen Tür“ ein. Foto: Pohlkamp

Im Herdfeuerraum des Museums Religio an der Herrenstraße herrschte am Sonntag eine sehr schöne wohlige Atmosphäre, die von einem herrlichen Duft von frisch gebackenen Waffeln eingehüllt wurde.

Diese Mischung aus „Tag der offenen Tür“ mit dem traditionellen Eiserkuchenbacken und dem Genießen im Herdfeuerraum bei Kaffee und Kakao ließen sich viele Telgter und viele Gäste von außerhalb nicht entgehen. Offensichtlich hatten viele Krippen- und Heimatfreunde diesen letzten Sonntag im Jahresverlauf genutzt, um den Besuch der 78. Krippenausstellung mit einem Hauch an Heimatgefühl im Kaminraum des Museums im Schatten einer westfälischen Krippe zu verbinden.

Zu den besonderen Gästen gehörten auch drei Middewinterhornbläser des Heimatvereins Wilsum aus der Grafschaft Bentheim. Mit ihren etwa 1,50 Meter langen Signalhörnern präsentierten die Bläser diesen Brauch über den Tag verteilt vor dem Telgter Dreiklang. Dabei erfuhren viele Besucher auch von der historischen Bedeutung des „Weihnachtshornes“, denn dieses Signalhorn wird seit Jahrhunderten „in der Mitte des Winters“ z wischen dem ersten Advent und dem Tag der Heiligen Drei Könige eingesetzt und diente früher der Landbevölkerung als „SOS-Signal“.

Die „Eiserkuchen“ werden auch Piepkoken genannt, weil sie mit einem Waffeleisen zubereitet werden, das auch heute noch einen Piepton von sich gibt, wenn die Waffeln braun gebacken sind. Früher wurden schmiedeeiserne Geräte aus zwei Eisenplatten mit langen Hebelarmen in ein offenes Feuer gelegt – und wenn die Piepkoken gebacken waren, entstand ein fiepender Ton.

Die etwa 30 ehrenamtlichen Helfer um Museumsleiterin Dr. Anja Schöne hatten alle Hände voll zu tun, möglichst alle Besucher mit diesem typischen Neujahrsgebäck zu verwöhnen.

In der Clemens-Bäckerei war tags zuvor der Teig zubereitet worden: Insgesamt kamen 30 Haushaltsportionen zusammen. Aus jeder Portion wurden 80 Neujahrsröllchen geformt. Das sind insgesamt fast 2400 Eiserkuchen. An acht Waffeleisen wurde gleichzeitig gebacken.

Weil die Gastgeber an diesem „Tag der offenen Tür“ besonders viele Besucher erwarteten, gab es am Vorabend sogar eine „Generalprobe“. Dr. Anja Schöne: „Wir hatten etwa 500 Eiserkuchen vorgebacken und zu Hörnchen geformt.“

Während im Herdfeuerraum Hochbetrieb herrschte und der frische Duft durch das Erdgeschoss zog, waren eine Etage höher in der Küche Frauen der DLRG Telgte damit beschäftigt, das Geschirr zu spülen, Kaffee und Kakao zu kochen und so immer wieder für Nachschub zu sorgen. Der Eintritt ins Museum und auch der Verzehr von Waffeln und Getränken waren frei. Spenden wurden aber gerne entgegengenommen und werden der DLRG Telgte und dem Freudenschreis des Religio für deren Arbeit zur Verfügung gestellt.

Noch bis zum 27. Januar zeigt das Museum die 78. Krippenausstellung. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Angemeldeten Schulklassen wird der Besuch auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten ermöglicht.

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