Thermographieaufnahmen von Gebäuden in Telgte
Schwachstellen auf der Spur

Telgte -

In einem Interview erläutert Ludger van Cleff von den Stadtwerken Ostmünsterland den Sinn von Thermographieaufnahmen von Gebäuden.

Donnerstag, 17.01.2019, 15:00 Uhr
Ludger van Cleff ist bei den Stadtwerken Ostmünsterland für die Thermographieaufnahmen zuständig, die das Unternehmen anbietet, um Schwachstellen an Gebäuden aufzudecken.
Ludger van Cleff ist bei den Stadtwerken Ostmünsterland für die Thermographieaufnahmen zuständig, die das Unternehmen anbietet, um Schwachstellen an Gebäuden aufzudecken. Foto: Große Hüttmann

„Wärmeverluste punktgenau erkennen“: Das versprechen die Stadtwerke mit Hilfe von Thermographieaufnahmen. Über die Technik und die Ergebnisse sprach Andreas Große Hüttmann mit Ludger van Cleff von den Stadtwerken.

Herr van Cleff, die Stadtwerke bieten zum wiederholten Mal Thermographieaufnahmen von Gebäuden an. Wie sind die Erfahrungen mit der Aktion?

Ludger van Cleff: Die Stadtwerke Ostmünsterland bieten seit Jahren Haus- und Wohnungseigentümern in den Wintermonaten die Möglichkeit, ihr Gebäude mit Hilfe einer Infrarotkamera auf Wärmelecks und energetische Schwachstellen überprüfen zu lassen. Die Thermographieaufnahmen finden dabei aus technischen Gründen in den ersten drei Monaten eines Jahres statt und werden in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister durchgeführt. Das Feedback unserer Kunden und die Qualität der Analysen sind durchweg positiv.

Warum macht ein Versorgungsunternehmen überhaupt so eine Aktion, das entspricht nicht wirklich ihrem Kerngeschäft?

van Cleff: Neben dem Verkauf von Energie liegen uns nachhaltiger Klima- und Umweltschutz in der Region und die Zufriedenheit unserer Kunden am Herzen. Die Stadtwerke Ostmünsterland verstehen sich dabei als fairer und zuverlässiger Partner. Von daher sehen wir uns in der Pflicht, Kunden offen und ehrlich zu Energieeffizienzmaßnahmen und Energieeinsparpotenzialen zu informieren.

Wie sind die Rückmeldungen der Kunden, die an der Aktion teilgenommen haben?

van Cleff: In der Vergangenheit haben wir über 550 Thermographien in Telgte, Ostbevern, Oelde, Ennigerloh, Sendenhorst und Drensteinfurt durchgeführt. Die Rückmeldungen, die wir dabei bekommen, sind nahezu ausnahmslos positiv. Das Dienstleistungspaket beinhaltet eine Infobroschüre mit mehreren Infrarotbildern und einen schriftlichen Bericht mit Erläuterungen zum möglichen Sanierungsbedarf. Viele Kunden sind gerne dabei, wenn die Aufnahmen gemacht werden und nutzen diese Situation, um den Fachleuten individuelle Fragen zu ihrem Gebäude zu stellen. Andere Kunden wiederum, lassen sich anschließend anhand ihrer thermographischen Aufnahmen kostenlos von einem Energieexperten der Stadtwerke beraten.

Für welche Gebäude sind solche Thermographieaufnahmen besonders interessant?

van Cleff: Eigentlich können die Aufnahmen für nahezu jedes Gebäude interessant sein. Egal, ob eine private oder gewerbliche Nutzung zugrunde liegt oder wie groß das Gebäude ist. Die thermischen Schwachstellen wie undichte Türen oder Fenster, Durchfeuchtungen, Leckagen oder Schäden an der Dachisolierung werden von der speziellen Infrarotkamera an jedem Gebäude nachvollziehbar aufgezeigt. Durch die verschiedenen Farbabstufungen lässt sich sehr anschaulich erkennen, an welchen Stellen wertvolle Wärme entweicht.

Können Sie mögliche Einsparpotenziale beziffern?

van Cleff: Das kann so pauschal leider nicht beantwortet werden. Die Einsparpotenziale hängen von zu vielen individuellen Faktoren ab. Neben dem Ist-Zustand eines Gebäudes und dem Sanierungsbedarf sind dabei nicht zuletzt auch die tatsächlichen Umsetzungsmaßnahmen zur Behebung etwaiger Schwachstellen zu nennen.

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