DLRG Telgte gibt Verhaltenstipps
Eisdecke ist noch zu dünn

Telgte -

Die unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen sorgen dafür, dass die Gewässer langsam von einer Eisschicht überzogen werden. Doch der Schein trügt. Die Eisdecke ist noch lange nicht dick genug, dass die Flächen betreten werden könnten. Die DLRG gibt Verhaltenstipps.

Donnerstag, 24.01.2019, 20:00 Uhr
Ausflüge aufs Eis machen Spaß, wie dieses Archivbild vom Aasee in Münster zeigt. Doch derzeit ist noch Vorsicht geboten. Die Eisdecke auf den hiesigen Gewässern ist noch viel zu dünn.
Ausflüge aufs Eis machen Spaß, wie dieses Archivbild vom Aasee in Münster zeigt. Doch derzeit ist noch Vorsicht geboten. Die Eisdecke auf den hiesigen Gewässern ist noch viel zu dünn. Foto: Sebastian Rohling

Die Nächte sind klirrend kalt. Tagsüber steigt die Quecksilbersäule – wenn überhaupt – kaum über den Gefrierpunkt. Die erste dünne Eisdecke hat sich auf den Gewässern gebildet. Doch Vorsicht! Kaum sind Seen und Teiche zugefroren, werden sie von vielen ohne Rücksicht auf die Eisdicke zum Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen und Eishockeyspielen genutzt. Zahlreiche Eiseinbrüche – häufig mit tödlichem Ausgang – bewiesen, wie gefährlich das Betreten des Eises ist, warnt Stefan Mühlbauer , bei der örtlichen DLRG für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten. Das Eis brauche Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein.

Und die DLRG hat auch einige allgemeine Verhaltenstipps parat: Das Eis sende Signale aus, die jeder erkennen könne. Dunkle Stellen verrieten, dass es noch viel zu dünn ist. Hier drohe Gefahr einzubrechen. Das Betreten sei in einem solchen Fall verboten. Besondere Vorsicht sei auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, stellten eine besondere Gefahr dar. An den Ein- oder Ausflüssen könne innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest eines Sees. Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen.

Wer sich als Retter aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit im Vorfeld nach Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignet“, so die DLRG. Denn im Notfall sei schnelle Hilfe vonnöten, da der Eingebrochene schnell zu unterkühlen drohe.

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