Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte
Nistkastenkamera und Eierflummi

Telgte -

Intensiv geforscht und experimentiert wurde wieder am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. Die Ergebnisse der Arbeit wurden am Donnerstag beim MINT-Tag in der Aula präsentiert. Themen aus 70 unterschiedlichen Bereichen waren aufgearbeitet worden. Die Besucher waren begeistert.

Donnerstag, 07.02.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 16:22 Uhr
Unter der Regie von Lehrer Philip Austermann (r.) wurde beim MINT-Tag wieder vielen wissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gegangen.
Unter der Regie von Lehrer Philip Austermann (r.) wurde beim MINT-Tag wieder vielen wissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gegangen. Foto: Pohlkamp

Am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium wird geforscht und experimentiert. „MINT“ heißt das Projekt. Dabei zeigen Schülerinnen und Schüler mit Hand, Herz und Verstand, wie sie sich zu kreativen „Wissenschaftlern“ entwickeln können. „MINT“? Diese vier Buchstaben stehen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Physik, Biologie und Chemie) und Technik. Schüler der Jahrgänge fünf bis elf arbeiteten 70 unterschiedliche Bereiche aus dem Unterricht oder einfach spannende Themen eigenständig und teils mit Hilfe von den Fachlehrern auf.

Die Ergebnisse wurden am Donnerstag in der Aula der Schulöffentlichkeit und einer Jury vorgestellt. Zusätzlich hatte das Gymnasium die Schüler der vierten Grundschulklassen eingeladen, um einerseits Kontakt herzustellen und andererseits auch ihnen die einzelne Fächer mit praktischen Ergebnissen zu präsentieren.

Der MINT-Beauftragte Philip Austermann freute sich über das große Interesse und wies darauf hin, dass auch in der Oberstufe die Wahl von Grundkursen in den klassischen MINT-Fächern Mathematik, Chemie, Biologie und Physik sowie der Wahl von Leistungskursen der MINT-Schwerpunkt vertieft werden könne.

Welche außergewöhnlichen Forschungs- und Experimentierergebnisse die kreativen Schüler bei der „Forscherschau der Gymnasiasten“ präsentierten, war anerkennenswert und beeindruckend. Einige Forschungsergebnisse von insgesamt 70 Werken sollen dieses verdeutlichen: So zeigen Schüler der 5b, wie sie welche Stoffe am besten isolieren, ein dreistöckig gebautes funktionsfähiges Karussell, ein Eierflummi mit Essig, einen Roboter und auch ein astronomisches Fernrohr: All das und mehr konnten die Besucher bestaunen und sich von den jungen Forschern erklären lassen. „Die Schüler waren mit Feuereifer dabei,“ freute sich Philip Austermann über das leidenschaftliche Engagement seiner jungen Forscher.

Schüler der 8c stellten ihre Nistkastenkamera vor. Einen Blick in die Unendlichkeit gaben Schüler der Klasse 8a. Eine automatische Tischtennisballmaschine hatten Schüler der 8b im Rahmen ihres Technikunterrichtes entwickelt. Wie sieht die Jagdtechnik von Orcas aus? Schüler der 7a gaben darauf eine Antwort, ebenso wie Schüler der 6b, die im Biologieunterricht ein Ökosystem des Aquariums hergestellt hatten. Schüler der 6b „brannten“ darauf zu zeigen, wie ihr Rauchmelder funktioniert, und Schüler der 7a demonstrierten wie Flechten gute und schlechte Luft anzeigen.

Der Spannungsbogen wurde von Tisch zu Tisch immer größer. Denn 70 kreative Arbeiten wollten begutachtet werden. Und die Grundschüler waren beeindruckt. So mancher sagte, dass er gerne mal mitforschen würde. Die Grundschüler erlebten auch, dass sich Schüler der 8c mit dem Herzen auseinandergesetzt hatte, indem sie die Anatomie eines Herzens veranschaulichten. Wasserstoffautos und mögliche Gefahren stellten Schüler der 9c vor. Ebenso waren es Schüler der 9c, die den Zuckergehalt von Äpfeln aus verschiedenen Ländern ermittelten. Rauchen und Gesundheit brachten Schüler der 9c in Verbindung.

Im Bio-Unterricht entstanden Werke wie der Aufbau eines Herzens, ein Eisprojekt, ein Hundelabyrinth und eine Salzwasserstromleitung. Im Rahmen des Chemieunterrichtes zeigten Schüler die „Trennung von Schokolade“, das Trennen von Stoffen bei Limonade, Korrosion und Korrosionsschutz, Galvanisierung und die Anatomie des menschlichen Herzens.

Eine Fachjury bewertet die Arbeiten. Die Siegerehrung findet in einigen Wochen statt. Philip Austermann nannte als Ziel dieser Projekttage, „mehr Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und dabei verstärkt junge Menschen für naturwissenschaftliche Berufe zu gewinnen.“

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