Maßnahme im Telgter Dümmert-Park
Fischtreppe wird im Sommer saniert

Telgte -

In diesem Jahr wird die Fischtreppe im Dümmert-Park grundlegend saniert. Die Bezirksregierung Münster und ein Planungsbüro informierten über ihr Vorhaben. Auf etwa 450 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten, die zu 100 Prozent vom Land NRW übernommen werden.

Freitag, 08.02.2019, 20:00 Uhr
Über die Sanierung der „Fischaufstiegsanlage“ im Dümmert-Park informierten die Bezirksregierung und das Planungsbüro Wiehager aus Hörstel: (v.l.) Bauamtsleiter Markus Weber, Dezernent Dr. Hannes Schimmer, Diplom-Ingenieur Jochen Wiehager und Christian Bork.
Über die Sanierung der „Fischaufstiegsanlage“ im Dümmert-Park informierten die Bezirksregierung und das Planungsbüro Wiehager aus Hörstel: (v.l.) Telgtes Bauamtsleiter Markus Weber, Dezernent Dr. Hannes Schimmer, Diplom-Ingenieur Jochen Wiehager und Christian Bork. Foto: Pohlkamp

Seit 20 Jahren durchzieht eine 130 Meter lange Fischtreppe den Dümmert-Park. Diese „Fischaufstiegsanlage“ verbindet das Unterwasser des Wehrs am Jugendzentrum mit dem Oberwasser des großen Wehrs am Bernsmeyerhaus. In diesem Jahr wird sie grundlegend saniert. Die Bezirksregierung Münster informierte am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal interessierte Bürger über ihr Vorhaben, mit dabei auch Bauamtsleiter Markus Weber. Der zuständige Dezernent, Dr. Hannes Schimmer , und das Planungs- und Ingenieurbüro Wiehager aus Hörstel stellten das Sanierungsprojekt vor. Mitte Juli sollen die Arbeiten beginnen und etwa zwei Monate dauern. Auf etwa 450 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten, die zu 100 Prozent vom Land NRW übernommen werden.

Dr. Hannes Schimmer begründete die Notwendigkeit der Arbeiten damit, dass die 1999 verwendeten Drahtschotterkörbe (Gabionen) stark zersetzt und als Böschungsbefestigung und Begrenzung der einzelnen Becken nur noch eingeschränkt funktionstüchtig seien. Außerdem sind zusätzliche Becken notwendig, um die Stufen der Fischtreppe zu verkleinern. So werde die 20 Jahre alte Fischaufstiegsanlage nach aktuellen Bemessungsgrundlagen zum Aufstiegs- und Abwanderungsverhalten der Fische berücksichtigt.

Diplom-Ingenieur Jochen Wiehager und Christian Bork vom Planungs- und Ingenieurbüro Wiehager konkretisierten das Vorhaben anhand verschiedener Pläne sehr übersichtlich und detailliert: Die Fischtreppe, wie sie die Telgter kennen, bleibt von der Länge und Linienführung her unverändert. Auch die Fußgängerbrücken im Park bleiben wie sie sind. Der Höhenunterschied zwischen Einstieg am kleinen Wehr und dem Oberwasser beträgt auch nach der Sanierung 3,10 Meter. Aktuell verfügt die Fischtreppe über 24 Becken, verteilt auf 67 Meter und eine Stufenhöhe von 13 bis 15 Zentimetern. Die restlichen 63 Meter bis ins Oberwasser der Ems verlaufen als natürlich gestalteter Kiesbach. Nach erfolgreicher Sanierung – voraussichtlich im Herbst – zeigt sich der Fischpass wie folgt: Die Fischwanderhilfe ist dann mit 32 Becken ausgestattet und hat einen Höhenunterschied von nunmehr zehn Zentimetern. Die Becken haben durchschnittlich eine Länge von drei und eine Breite von vier Metern. Die restlichen etwa dreißig Meter des Fischpasses bis zum Oberwasser der Ems verlaufen als natürlich geprägter „Sandbach“.

Der erste Teil der Fischaufstiegsanlage wird durch Sandsteinblöcke vom Dümmert getrennt und im weiteren Verlauf durch Spundwände eingefasst. Der weitere Verlauf ist natürlich gestaltet. Die Brücken einschließlich Drosselbauwerk, das die Wassermenge reguliert, bleiben unverändert. Während der Bauphase wird der Dümmert trockengelegt.

Bis zum Sanierungsstart haben die Bezirksregierung und das Planungsbüro Wiehager noch einige Vorbereitungen zu treffen. Dazu zählen die Baugrunduntersuchung ab Mitte Februar, die Erstellung einer Tragwerksplanung (Statik), öffentliche Ausschreibungen für Wasser-, Erdbau- und Rammarbeiten, Auswertungen im April und schließlich die Vergabe im Mai. Während der Bauphase müssen Telgter im Bereich der Fischtreppe mit Einschränkungen rechnen. Bei Veranstaltungen wie der Kirmes mit Mariä-Geburtsmarkt vom 6. bis zum 10. September werde man, so Jochen Wiehager, Rücksicht nehmen und das Vorgehen mit der Stadt eng koordinieren.

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