Wacholderheide im Naturschutzgebiet Klatenberge in Telgte
Lockerer Sandboden ist ein Juwel

Telgte -

Vier Hektar ist die Wacholderheide im Naturschutzgebiet Klatenberge groß. Jetzt war diese historisch gewachsene Kulturlandschaft reif für eine größere Biotoppflegeaktion. Die Nabu-Naturschutzstation Münsterland hatte zu diesem gemeinsamen Arbeitseinsatz eingeladen.

Montag, 11.02.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 14:24 Uhr
Die NABU-Naturschutzstation Münsterland hatte zum Pflegeeinsatz in die Wacholderheide in die Klatenberge eingeladen. Etwa 40 Ehrenamtliche nahmen daran teil.
Die NABU-Naturschutzstation Münsterland hatte zum Pflegeeinsatz in die Wacholderheide in die Klatenberge eingeladen. Etwa 40 Ehrenamtliche nahmen daran teil. Foto: Pohlkamp

Mitten im Naturschutzgebiet Klatenberge befindet sich die etwa vier Hektar große Wacholderheide der Stadt Telgte. Dabei handelt es sich um den einzigen Kulturlebensraum dieser Art im Kreis Warendorf. Für dieses Naturgebiet tragen die Stadt Telgte, der Kreis Warendorf und der Nabu gemeinsam Verantwortung. Jetzt war diese historisch gewachsene Kulturlandschaft reif für eine größere Biotop-Pflegeaktion.

Die Nabu-Naturschutzstation Münsterland hatte zu diesem Einsatz eingeladen. Andreas Beulting , hauptamtlicher Mitarbeiter, nannte das Motto: „Fit durch Naturschutz! Nur diesmal für alle“. Und die Helfer kamen mit Spaten, Handschuhen und Schubkarren ausgestattet. Etwa 40 Ehrenamtliche – von Jung bis Alt, Telgter wie Münsteraner, die Naturschutzjugend und Bewohner des Christophorus-Hauses in Ennigerloh unter der Leitung von Heimleiter Manfred Lensing.

Sie folgten den Anweisungen des Experten. Kiefern-Jungwuchs musste ausgestochen und entfernt werden. Maßnahmen zur Verjüngung der Heide, das Auflockern des Sandbodens und weitere Arbeiten tragen mit dazu bei, dass sich die Wacholderheide mit ihren offenen Dünenlandschaften mit Sandmagerrasen, freien Sandflächen, blühender Heide, knorrigen Wacholdersträuchern und prägenden Alteichen weiter entfalten kann. „Wir sorgen bei unserem Einsatz auch dafür“, so Andreas Beulting, „dass sich die auf Trockenheit und Wärme angewiesenen Insektenarten auf den mit Sandsegge, Silbergras und Heide begrünenden Pionierflächen wohl fühlen.“

Als Juwel bezeichnet Andreas Beulting den lockeren Sandboden, weil sich dort Wildbienen und Solitärwespen, verschiedene Sandlaufkäferarten, die Keulenschrecke und kleine Feuerfalter entwickeln können. „Die Wacholderheide“, so Andreas Beulting im Gespräch mit den WN, „benötigt für ihren Erhalt eine ständige Pflege, die durch Bentheimer Landschafe und ehrenamtliche Pflegeeinsätze gewährleistet wird.“ Dieser Aufwand sei auch deshalb so bedeutsam, um die Wacholderheide als kulturhistorisches Zeugnis für die Nachwelt zu erhalten.

Der Nabu bietet auch in den nächsten Wochen – allerdings an anderen Orten – immer samstags weitere Biotop-Pflegeaktionen an. Über ehrenamtliche freiwillige Mitarbeiter bei diesen Aktionen freut sich der Verein jederzeit. Bei Interesse reicht eine Mail an a.beulting@NABU-Station.de oder ein Anruf bei der NABU-Naturschutzstation unter ✆ 0 25 01/97 19 433. 

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