Kriminalstatistik
Ein recht sicheres Pflaster

Telgte/Westbevern -

Die Zahl der Straftaten in Telgte – die Experten verwenden als Index dafür eine sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl – lag im vergangenen Jahr leicht unter dem Kreis- und deutlich unter dem Landesschnitt.

Mittwoch, 13.02.2019, 16:22 Uhr

Die Emsstadt ist ein vergleichsweise sicheres Pflaster: Das geht aus der jüngsten Kriminalstatistik der Kreispolizei hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach liegt die Zahl der Straftaten – die Experten verwenden als Index dafür eine sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl – leicht unter dem Kreis- und deutlich unter dem Landesschnitt.

Insgesamt 839 Straftaten wurden nach Angaben der Polizei im vergangenen Jahr in Telgte gemeldet, vom Fahrraddiebstahl bis zum versuchten Mord. Bei letzterem Fall handelt es sich um eine schwere Brandstiftung in Tateinheit mit versuchtem Mord und Versicherungsbetrug. Ein 21-jähriger Syrer, der deswegen vor Monaten vom Landgericht zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt wurde, hatte die Delikte im Oktober 2017 in der Vogelsiedlung begangen, als er einen Einbruch vortäuschte und seine Wohnung anzündete. Da erst 2018 wegen Mordes ermittelt wurde, taucht dieser Fall in der Vorjahresstatistik auf.

Erfreulich ist nach Angaben der Polizei nicht nur die absolute Entwicklung bei der Zahl der Straftaten. Gegenüber den Vorjahren war hier ein Rückgang von rund zehn Prozent zu verzeichnen, sondern vor allem auch die Aufklärungsquote. Die konnte gegenüber den Vorjahren um rund fünf Prozent auf 56,02 Prozent gesteigert werden.

Die meisten Delikte hat die Kreispolizeibehörde dem Bereich Diebstahl zugeordnet. Größter „Posten“ dabei sind Fahrraddiebstähle. 125 wurden davon im vergangenen Jahr gemeldet. Im Durchschnitt wurde also jeden dritten Tag eine Leeze in der Emsstadt gestohlen. Diebstähle aus Kraftfahrzeugen gab es 57. Das entspricht dem langjährigen Schnitt.

103 Vermögens- und Fälschungsdelikte, davon 78 Betrugsfälle, 103 Sachbeschädigungen sowie 69 Rauschgiftdelikte tauchen ebenfalls in der Statistik auf.

Deutlich mehr Fälle haben die Beamten im Bereich der sogenannten Gewaltkriminalität verzeichnet. 33 tauchen für das vergangene Jahr in der Statistik auf, etwa 30 Prozent mehr als im Schnitt der Vorjahre. Dieser Bereich umfasst schwere und mittelschwere Delikte, vom Tötungsdelikt bis zum Raub. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich mit fast 79 Prozent aber hoch.

Im langjährigen Schnitt bewegen sich die Zahlen bei der sogenannten Straßenkriminalität. 304 Fälle wurden im vergangenen Jahr verzeichnet. Dieser Begriff umfasst alle Straftaten, die zu öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen einen Bezug haben. Dazu zählen beispielsweise Raubüberfälle, Handtaschenraub, Sachbeschädigungen an Kfz und Fahrraddiebstähle.

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