Kita Georg-Muche-Straße in Telgte
Weg für Kita wieder frei

Telgte -

Der Errichtung einer Kindertagesstätte an der Georg-Muche-Straße scheint nun nichts mehr im Weg zu stehen. Nachdem die Stadt unter anderem durch einen Poller und die Erschließung von Süden her nachgebessert hat, hat das Oberverwaltungsgericht Münster signalisiert, dass es die Maßnahmen für ausreichend hält.

Samstag, 23.02.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 09:36 Uhr
An der Georg-Muche-Straße kann es wieder weiter gehen.
An der Georg-Muche-Straße kann es wieder weiter gehen. Foto: Große Hüttmann

Der Weg für den Bau einer Kindertagesstätte an der Georg-Muche-Straße ist wieder frei: Denn nach WN-Informationen hat das Oberverwaltungsgericht Münster im sogenannten Eilbeschwerdeverfahren den klagenden Anwohnern signalisiert, dass es die Maßnahmen, die die Stadt im Rahmen des sogenannten Heilungsverfahrens umgesetzt hat, für geeignet und ausreichend hält. Dazu zählen beispielsweise das Setzen des Pollers sowie die Erschließung der Kita mit Pkw aus Richtung Süden.

Infolge dieser wohl eindeutigen Aussagen im Eilbeschwerdeverfahren haben die Kläger danach das sogenannte Hauptsachenverfahren für erledigt erklärt. Sprich: Die Klage ist, einige rechtliche Voraussetzungen müssen zuvor noch erfüllt werden, dann vom Tisch.

Somit kann die Baugenehmigung, die seinerzeit beklagt und dann vom Verwaltungsgericht auch zu Jahresbeginn ausgesetzt worden war, wieder aufleben. Die dafür weiter notwendigen rechtlichen Schritte will der Kreis schnell einleiten.

Zur Erinnerung: Nachdem der Kreis vor dem Verwaltungsgericht eine Niederlage erlitten hatte, hatte er dagegen eine Beschwerde beim OVG eingereicht. Auch die „Kinderzentren Kunterbunt“ als zukünftiger Träger hatten sich dieser angeschlossen.

Die Nachricht sei für alle Kindergarteneltern eine sehr frohe Botschaft. „Das entspannt die Situation in Telgte deutlich“, so Wolfgang Rüting, Leiter des Kreisjugendamtes. „Das ist aus Sicht der Stadt eine positive Nachricht“, kommentierte auch Bürgermeister Wolfgang Pieper. In der kommenden Woche stehe ohnehin eine Besprechung mit dem Träger, dem Kreis und anderen Akteuren auf dem Plan, so Pieper. Dabei könnten dann die weiteren Schritte und ein möglicher Zeitplan besprochen werden.

Was Letzteren anbetrifft, ist Norman Kuhn, Projektleiter in der Verwaltung der „Kinderzentren Kunterbunt“ vorsichtig. Direkt nach Bekanntwerden der Nachricht habe er mit dem Tiefbauunternehmen gesprochen, das Anfang März Kapazitäten frei habe. Allerdings seien durch das Aussetzen der Baugenehmigung durch das Verwaltungsgericht auch viele Absprachen hinfällig geworden.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass er bei einem Elternabend am 21. März einen konkreten Zeitplan vorlegen könne. „Wir sind bemüht, den Bau schnellstmöglich umzusetzen“, betonte er. Ursprünglich war geplant, dass die neue Kita am 1. August ans Netz geht, das ist zwar noch nicht ganz unwahrscheinlich, erscheint aber durchaus fraglich.

Parallel zur Georg-Muche-Straße wird die Stadt ihre Planungen für eine weitere Kita an der Robert-Schumann-Straße vorantreiben. Die Plätze dort seien ebenfalls dringend notwendig.

Noch anhängig ist indes beim Oberverwaltungsgericht eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan Telgte-Süd.

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