Kunstevent für Toleranz und Frieden in Telgte
Blaue Schafherde bevölkert Telgte

Telgte -

Vom 20. bis zum 23. Juni wird die sogenannte „blaue Friedensherde“ der Künstler Bertamaria Reetz und Rainer Bonk in der Emsstadt „weiden“. Mit dem Kunstevent wird zwischen Kirche und Kapelle für Toleranz und Frieden geworben.

Freitag, 01.03.2019, 20:00 Uhr
Nicht nur ein blaues Schaf, sondern gleich eine ganze Herde wird vom 20. bis zum 23. Juni zwischen Kirche und Kapelle auf dem Kardinal-von-Galen-Platz „grasen“.
Nicht nur ein blaues Schaf, sondern gleich eine ganze Herde wird vom 20. bis zum 23. Juni zwischen Kirche und Kapelle auf dem Kardinal-von-Galen-Platz „grasen“. Foto: Stadt Telgte

Eine Herde von blauen Schafen wird im Sommer für einige Tage Telgte bevölkern. Vom 20. bis zum 23. Juni wird die sogenannte „blaue Friedensherde“ der Künstler Bertamaria Reetz und Rainer Bonk in der Emsstadt „weiden“. Die Herde ist in friedlicher Mission unterwegs, das wird alleine schon durch das Blau symbolisiert, was unter anderem dem Blau der Europäischen Union aber auch der UN und von UNICEF entspricht, betonen die Macher.

„Zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses, der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens“ wurde die Aktion von Bertamaria Reetz und Rainer Bonk ins Leben gerufen. Als Kunstevent macht die Herde seit 2009 im Rahmen einer europäischen Ausstellungstour Station in verschiedenen Städten. Den Beginn machte Venedig, es folgten 160 Großmetropolen wie Berlin, Köln, Hamburg, Kerkrade, Wien, Innsbruck oder Luxembourg – und im Juni eben auch Telgte.

Bis zu 40 der blauen Plastiktiere werden den Platz zwischen Kirche und Kapelle beweiden. „Die Illusion einer friedlich weidenden Schafherde wird zum Symbol für menschliches Miteinander, appelliert an soziale Verantwortung und wirbt für eine tolerante Geisteshaltung“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die Idee kam europaweit gut an. Seit 2012 steht die „Blaue Friedensherde“ daher auch unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments. Das Kunstevent wird in der Dämmerung blau illuminiert.

Die Eröffnung ist am Donnerstag, 20. Juni, um 12 Uhr auf dem Kardinal-von-Galen-Platz geplant.

Am Freitag, 21. Juni, ist die Ausstellung von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Ab 21 Uhr ertönt parallel dazu Musik mit dem Duo „La vie en rose“. „In fein arrangierten Bearbeitungen erklingen lateiname-rikanische Tangos, heitere Jazzstandards und verträumte irische Weisen von Komponisten wie Astor Piazolla, Celso Machado und Turlough O‘ Carolan, betonen die Verantwortlichen von „Tourismus + Kultur“. Das Duo soll die abendlichen Flaneure in ihren Betrachtungen und Gesprächen nicht nur begleiten, sondern auch inspirieren.

Am Samstag, 22. Juni, tritt um 20 Uhr die Bluesband „Blue Terrace“ auf. Die Formation bietet dem klassischen Blues-Liebhaber wie auch allen anderen Interessierten, die diese Stilrichtung erst noch für sich entdecken möchten, ein besonderes Erlebnis, heißt es seitens der Stadt. Am Sonntag ist die Herde dann noch einmal von 11 bis 19 Uhr zu sehen.

Jede Stadt, die den blauen Schafen Weiderecht gewährt, wird zum Bestandteil des Kunstprojekts und „dokumentiert so soziale Verantwortung“, heißt es seitens der Organisatoren. Als Dankeschön verbleibt ein „Blauschaf“ im Rathaus der Stadt.

Nicht nur Städte und Gemeinden, auch kulturelle Institutionen, Unternehmen und Privatleute können sich am Kunstprojekt der blauen Friedensherde beteiligen und einzelne Schafe erwerben. Ein Teil der Einnahmen geht in die Förderung sozialer Projekte. Die Schafe werden parallel zur Ausstellung bei „Tourismus + Kultur“ an der Kapellenstraße verkauft.

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