Wanderfreunde des TV Friesen Telgte
Von Moorleichen und Torfkuhlen

Telgte -

Die Wanderfreunde des TV Friesen waren wieder auf Tour. Ihr Ziel war das Emsdettener Venn. Sie erfuhren viel Wissenswertes.

Dienstag, 26.03.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 14:08 Uhr
Die Teilnehmer der Tour der Wanderfreunde des TV Friesen genossen den interessanten Ausflug ins Emsdettener Venn, bei dem sie viel Interessantes über Moore erfuhren.
Die Teilnehmer der Tour der Wanderfreunde des TV Friesen genossen den interessanten Ausflug ins Emsdettener Venn, bei dem sie viel Interessantes über Moore erfuhren.

Auf einer Rundwanderung im Emsdettener Venn waren die Wanderfreunde des TV Friesen unterwegs. Auf der von Alfons Leifhelm ausgearbeiteten und geführten Wanderung ging es zunächst ein Stück auf dem Erlebnisweg am Rand des Naturschutzgebietes entlang. Auf den Feuchtwiesen waren zum Bedauern der Wanderer nur wenige Vögel zu beobachten.

Nach einer Stunde erreichte die Wandergruppe an einer sieben Meter hohen Plattform den Kernbereich des Moorgebietes. Bei einer Pause konnten die Telgter bei schönem Frühlingswetter von oben das Moor, durchzogen von einigen größeren Wasserflächen, so genannte „Torfkuhlen“, überblicken, auf denen sich verschiedene Gänse- und Entenarten aufhielten.

Alfons Leifhelm las hier ein plattdeutsches Gedicht über eine im Nebelschleier erscheinende Frau vor, die den Wanderer durch ihren süßen Klang ins Moor hineinzieht. Außerdem berichtet er einiges über Moorleichen, die nicht im Moor versunken sein können, da dieses physikalisch nicht möglich sei. Sie seien vorher eines gewaltsamen Todes gestorben und dann im Moor versenkt worden.

Um ganz nahe ans Moor zu kommen ist ein Erlebnispfad über einen urigen Knüppeldamm aus Eichenbohlen angelegt, wo die Wanderfreunde sich auf Schautafeln über die Entstehung des Hochmoores informierten. Eine Weile wanderten die Telgter an der Kernzone entlang, wo nochmals deutlich wurde, dass es die Besucher dort mit einem Hochmoor zu tun haben, weil die Torfkuhlen gefüllt mit Wasser höher lagen als die übrige Umgebung.

Die Tour ging dann weiter durch kleine Wälder und entlang von Grünflächen zu einer weiteren Aussichtsplattform, wo eine größere Rast eingelegt wurde.

Zum Abschluss bedankte sich der Abteilungsleiter Theo Wübben bei Alfons Leifhelm. Die nächste Wanderung findet am 28. April statt. Die Tour führt unter dem Titel „Blüte auf dem Kirschwanderweg“ nach Hagen am Teutoburger Wald. Gäste sind immer willkommen.

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