Westbeverner bei Europaministerkonferenz
Azubis erleben Europa

Westbevern -

Magdalena Münstermann und ihr Mitarbeiter André Schulze Hobbeling waren nach Dortmund zur Europaministerkonferenz eingeladen. Sie unterstrichen dort, wie wichtig es für Auszubildende ist, Praktika im Ausland zu absolvieren. Auch einer Initiative schloss sich die Münstermann GmbH an.

Donnerstag, 28.03.2019, 20:00 Uhr
Im Rahmen der Europaministerkonferenz stellt Europastaatssekretär Dr. Mark Speich in Dortmund die Initiative der Landesregierung „Europa erleben und lernen“ vor. Magdalena Münstermann unterzeichnete die Absichtserklärung.
Im Rahmen der Europaministerkonferenz stellt Europastaatssekretär Dr. Mark Speich in Dortmund die Initiative der Landesregierung „Europa erleben und lernen“ vor. Magdalena Münstermann unterzeichnete die Absichtserklärung. Foto: Uta Wagner

Magdalena Münstermann und ihr Mitarbeiter André Schulze Hobbeling waren am Mittwoch in besondere Mission unterwegs. Ziel war Dortmund und die dortige Europaministerkonferenz, an der die Vertreter der 16 deutschen Bundesländer teilnehmen. Die beiden Vertreter der Bernd Münstermann GmbH waren gemeinsam mit Auszubildenden, weiteren Unternehmern, europaaktiven Vereinen, Schülern, Gästen aus den Euregio-Grenzregionen sowie aus den General- und Honorarkonsulaten eingeladen worden, um Werbung für Europa und die am 26. Mai stattfindende Europawahl zu machen – und um eine Unterschrift zu leisten.

Nach einem kurzen Abstecher zum Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, bei dem sie darüber berichteten, welche Vor- und Nachteile es für ein Unternehmen hat, Auszubildende zu Praktika ins Ausland zu schicken, begaben sich Magdalena Münstermann und André Schulze Hobbeling zum Signal-Iduna-Park, die Heimspielstätte von Borussia Dortmund, wo die Konferenz, bei der der Azubi-Austausch einer der Themenschwerpunkte war, stattfand.

Schulze Hobbeling, inzwischen Meister bei Münstermann, hatte selbst von 2006 bis 2009 bei dem Westbeverner Unternehmen seine Ausbildung absolviert – und in diesem Zuge ein vierwöchiges Praktikum bei einem Metallbauer in den Niederlanden gemacht. Von seinen Erfahrungen berichtete der heute 29-Jährige den Ministern und den Gästen.

„Ich habe damals festgestellt, dass es auch in anderen Ländern Know-How gibt. Die Niederländer aber eine andere Herangehensweise und eine andere Mentalität haben.“ Alles sei aber nicht so durchstrukturiert gewesen. Viel ruhiger. Und genau solche Erfahrungen zu machen, sei wichtig. „Ich konnte meine Kenntnisse erweitern und habe andere Mentalitäten kennengelernt. Und ich bin selbstständiger geworden“, erinnert sich Schulze Hobbeling.

Auch Magdalena Münstermann warb aus Unternehmersicht für den Austausch und skizzierte die Vorteile für ihre Firma. Die Auszubildenden kämen mit wertvollen Erfahrungen, einem größeren Selbstbewusstsein und einer gestärkten Persönlichkeit zurück.

An diesem Tag fiel auch der Startschuss für die Initiative „Europa erleben und lernen“. Daran beteiligt sich auch die Münstermann GmbH. Gemeinsam mit 20 weiteren Unternehmen wurde mit Europastaatssekretär Dr. Mark Speich eine Absichtserklärung unterzeichnet, die alle dazu verpflichtet, ihren Auszubildenden während der dreijährigen Ausbildungszeit einen dreiwöchigen Aufenthalt bei einem europäischen Tochterunternehmen zu ermöglichen.

Die Kosten dafür können laut Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen durch „Erasmus+“-Fördergelder gedeckt werden.

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