Freundeskreis des Museums Religio feiert „Geburtstag“
Begeisterte Unterstützer

Telgte -

Seit 50 Jahren gibt es den Freundeskreis des Museums Religio. Sowohl finanziell als auch ideell unterstützt er die Arbeit des Hauses. Das betonten die Redner bei einem Festakt.

Sonntag, 31.03.2019, 11:16 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 13:26 Uhr
Dr. Anja Schöne, Leiterin des Museums Religio, begrüßte die Teilnehmer des Festaktes anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freundeskreises. Sie betonte dabei unter anderem die Bedeutung des Vereins für die museale Arbeit.
Dr. Anja Schöne, Leiterin des Museums Religio, begrüßte die Teilnehmer des Festaktes anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freundeskreises. Sie betonte dabei unter anderem die Bedeutung des Vereins für die museale Arbeit. Foto: Große Hüttmann

Fördervereine, wie der Freundeskreis des Museums Religio, sind aus der Museenlandschaft nicht mehr wegzudenken. Denn sie unterstützen die Arbeit und Ausstellungen nicht nur finanziell, sondern vor allem ideell: Das zog sich am Samstag wie ein roter Faden durch die Reden anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freundeskreises. Mit einer Feierstunde wurde das Ereignis begangen.

Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Freundeskreises Museum Religio

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  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann
  • Mit einem Festakt feierte der Freundeskreis Museums Religio in Telgte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Foto: Große Hüttmann

Dabei machte der „Jubilar“ dem Museum ein Geschenk: Stolz konnte Dr. Rüdiger Robert , Vorsitzender des Freundeskreises, den knapp 50 Anwesenden verkünden, dass die Finanzierung von Werken der bekannten Textilkünstlerin Martha Kreutzer-Temming gesichert sei. Die Arbeiten sollen „Ergänzung und moderne Interpretation zum Telgter Hungertuch“ sein. Die Kosten belaufen sich auf 26 000 Euro. Die Hälfte kommt aus Mitteln des Landes, der Rest ist durch Spenden zusammengekommen.

Rüdiger Robert ließ in seiner Begrüßung die Geschichte des Museums und des Freundeskreises Revue passieren. Dabei betonte er, dass die Entwicklung des Museums von einem nahezu ausschließlich auf den katholischen Glauben ausgerichteten Haus zu einem, das sich der religiösen Vielfalt in der Gegenwart widme, ein wesentlicher Schritt gewesen sei. „Damit ist die Tür zum interreligiösen Dialog weit geöffnet“, betonte er. Die Mitglieder des Vereins seien nicht nur Unterstützer, sondern vielmehr „gute Freunde des Museums“.

„Kultur braucht Unterstützer“ war auch der Leitgedanke in der Rede von Landrat Dr. Olaf Gericke. Er unterstrich dabei, dass es häufig sehr schwierig sei, Geld für Kultur zu beschaffen. Insofern seien von der Sache begeisterte Menschen wie die Mitglieder des Freundeskreises immens wichtig.

Dass auch das Bistum Münster hinter der Arbeit des Hauses und der des Fördervereins steht, daran ließ Ulrich Schulze, Vertreter des Generalvikariates, keinen Zweifel. „Das Bistum ist froh, dass es sie gibt.“

Als „Schatzkästchen“ bezeichnete Bürgermeister Wolfgang Pieper das Religio und betonte, dass das Haus ohne die engagierte Arbeit des Fördervereins nicht vorstellbar wäre.

„Wer will denn da noch hin?! Chancen und Herausforderungen für Museen.“ Zu diesem Thema sprach Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin. Dabei betonte sie mit Blick auf das Religio, dass das Museum in den vergangenen Jahren einen „großen Schritt nach vorne gemacht hat“. Die Themen für die Ausstellungen seien sehr gut gewählt und kämen nicht nur bei den Besuchern, sondern insgesamt in der Gesellschaft gut an. Gleichwohl gelte es, sich auch weiterhin dem gesellschaftlichen Wandel und seinen Herausforderungen immer wieder neu zu stellen und darauf maßgeschneiderte museale Antworten zu finden.

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