Bundestagsabgeordneter im Rochus-Hospital
Eindruck von der Situation der Pflege

Telgte -

Reinhold Sendker machte sich im Telgter Fachkrankenhaus für Psychiatrie selbst ein Bild, um für die Debatten im Bundestag gerüstet zu sein.

Montag, 01.04.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 14:32 Uhr
Der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (Mitte) war gemeinsam mit Christoph Boge (l.) zu einem Informationsaustausch ins Rochus-Hospital gekommen.
Der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (Mitte) war gemeinsam mit Christoph Boge (l.) zu einem Informationsaustausch ins Rochus-Hospital gekommen.

Reinhold Sendker , Bundestagsabgeordneter der CDU im Kreis Warendorf, und Christoph Boge , Vorsitzender der CDU in Telgte, machten sich jetzt im St.-Rochus-Hospital einen Eindruck von der Situation der Pflege. Sie sprachen laut einer Pressemitteilung mit Vertretern der Pflegedienstleitung, des Peplau-Kollegs, der staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte Fachpflege und mit Mitgliedern des Qualitätszirkels Mentoren, die für die praktische Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern verantwortlich sind.

Reinhold Sendker sei es wichtig gewesen, ein Feedback zur neuen Bundesgesetzgebung im Bereich des Pflegepersonalstärkungsgesetzes sowie der Pflegequote und der künftig vorgesehenen generalisierten Ausbildung zu erhalten, heißt es in einem Bericht des Hospitals.

Die Mitarbeiter der Klinik machten laut Pressemitteilung deutlich, dass das Spektrum pflegerischen Handelns von der Unterstützung bei der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie zum Beispiel Ermutigung erfahren, Trost erhalten, Vertrauen spüren oder Angstfreiheit/Minderung erleben bis hin zu komplexen spezifischen Interventionen in der Psychiatrie wie Gruppentraining sozialer Kompetenzen reiche. „So lange diese basalen Interventionen als Basis für spezifische Maßnahmen der professionellen Pflege nicht ausreichend Erlöse generieren, könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Dienstleistung schlichtweg weniger Wert zugemessen werde“, heißt es weiter.

Thema war zudem die aktuelle Personalbemessung in der Psychiatrie auf der Basis der Psychiatrie-Personalverordnung von 1990, die in keiner Weise den aktuell veränderten Gegebenheiten des Alltags – Erhöhung der Fallzahlen, deutliche Veränderung in der Patientenstruktur und erhöhter administrativer Aufwand – gerecht werde. Klar müsse aufgezeigt werden, wie eine Nachfolgeregelung ab 2020 die Realität besser abbilden könne.

Abschließend äußerten Sendker und Boge Respekt und Wertschätzung für die besonderen Leistungen im psychiatrischen Kontext und sagten weitere Unterstützung zu.

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