Meinungsverschiedenheiten im Telgter Rathaus
Personalrat tritt komplett zurück

Telgte -

Der Personalrat im Telgter Rathaus ist zurückgetreten. Eine Höhergruppierung sorgte für unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten.

Dienstag, 09.04.2019, 13:15 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 12:12 Uhr
Im Telgter Rathaus gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen Verwaltungsspitze und Personalrat.
Im Telgter Rathaus gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen Verwaltungsspitze und Personalrat. Foto: Flockert

Der Personalrat der Telgter Stadtverwaltung ist in der vergangenen Woche komplett zurückgetreten. Grund war, dass sich beide Seiten in der Frage der Höhergruppierung eines Beschäftigten nicht einigen konnten. Die Verwaltung war dafür, der Personalrat dagegen. Auch ein Einigungsstellenverfahren brachte die beiden Seiten in ihren Auffassungen nicht näher. Am Ende setzte Bürgermeister Wolfgang Pieper als Verwaltungschef seine Meinung durch.

„Ich bedauere den Rücktritt außerordentlich“, sagte der Bürgermeister auf WN-Anfrage. „Ich kann nur sagen, dass es bislang eine sehr gute und vertrauensvolles Miteinander zwischen Personalrat und Verwaltungsspitze gegeben hat. Wir haben nicht in einem Dauerclinch gelegen. 99 Prozent aller Entscheidungen haben wir einvernehmlich getroffen.“

Das gute Verhältnis betont auch der zurückgetretene Personalratsvorsitzende Andreas Hermersdorfer . „Wir sind immer sehr gut mit dem Bürgermeister zurechtgekommen. Aber in diesem Fall sind wir mit der Entscheidung nicht einverstanden.“ Ein Jahr lang hätten beide Seiten über diese Angelegenheit diskutiert und nach einer gemeinsamen Lösung gesucht. Dann aber sei doch die Ansicht der Stadtverwaltung durchgedrückt worden. „Das können wir so nicht mittragen“, begründete der Personalratsvorsitzende den Rücktritt. Die Entscheidung sei mehrheitlich gefällt worden, nicht alle hätten dafür gestimmt.

Hermersdorfer sah nach der Entscheidung der Verwaltung, die Höhergruppierung durchzusetzen, eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit gefährdet. Deshalb habe man sich zu diesem Schritt entschieden.

Bis im Juli eine neue Mitarbeitervertretung gewählt wird, bleibt die alte im Amt. Hermersdorfer hält es für gut, wenn es einen neuen Personalrat gibt, dessen Verhältnis zur Verwaltungssitze unbelastet ist. Er vermutet, dass die alte Geschichte sonst zwischen den beiden Seiten stehen könnte.

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