Konzert in der Clemenskirche
Passende Einstimmung auf die Karwoche

Telgte -

Als Einstimmung auf die Karwoche fand am Sonntag ein Passionskonzert in der Clemenskirche statt.

Montag, 15.04.2019, 18:02 Uhr
Propsteikantor Michael Schmitt (kl. Bild) an der Orgel und Sprecher Heinrich Westemeyer stimmten die Besucher des Konzertes musikalisch und textlich auf die Karwoche ein.
Propsteikantor Michael Schmitt (kl. Bild) an der Orgel und Sprecher Heinrich Westemeyer stimmten die Besucher des Konzertes musikalisch und textlich auf die Karwoche ein. Foto: Große Hüttmann

Propsteikantor Michael Schmitt verschwieg nichts: „Das ist wirklich schwere Kost – für sie und für mich“, sagte der Organist vor dem Passionskonzert in der Clemenskirche. Und dennoch: Auch wenn das Stück „Le Chemin de la Croix“ von Marcel Dupré Zuhörern und Musiker Einiges abverlangte, es war eine passende Einstimmung auf die beginnende Karwoche.

Denn unter anderem durch die von Sprecher Heinrich Westemeyer begleitend vorgetragenen Texte von Paul Claudel bekam das Leiden und Sterben Jesu Christi nicht nur musikalisch, sondern auch erläuternd textlich – zusätzlich untermalt durch die Bilder des Kreuzweges in der Clemenskirche – eine besondere Dimension. Und wer sich als Zuhörer darauf einließ, der wurde vom Hörenden gleichsam zum Mitfühlenden. Insofern war das Konzert eine gute Einstimmung. Und rein musikalisch gab es am Ende – fast schon versöhnlich angesichts der schweren musikalischen Kost – bereits einige Takte der Osterherrlichkeit zu hören. Der „musikalische Kreuzweg“ bestand aus 14 Orgelstücken, die den Weg und das Leiden Jesu beleuchteten. Das 1932 komponierte Werk ist das Hauptwerk des Komponisten.

Die Zuhörer haben es nicht mitbekommen, aber sie waren gleichsam bei einer Premiere dabei: Denn mit dem Konzert wurde die neue sogenannte Setzeranlage der Orgel eingeweiht. Fast 50 Jahre hatte die bisherige Technik gehalten. In den vergangenen Monaten hatte sie aber immer wieder Pro­bleme gemacht. Einige Wochen lang arbeiteten daher Mitarbeiter der Firma Fleiter daran, die sogenannten freien Kombinationen zu ersetzen. „Bisher hatte jedes der 53 Register nicht einen, sondern gleich vier Schalter, zwischen denen der Organist hin und her springen konnte, sodass vier gespeicherte und unterschiedliche Registrierungen zur Verfügung standen. Das war relativ wenig und dafür sehr unübersichtlich“, erläuterte Schmitt.

Mit der neuen Anlage kann der Organist über 4000 verschiedene Registrierungskombinationen bereits vorher programmieren und dann im Konzert oder dem Gottesdienst auf Knopfdruck abrufen. Damit ist die Orgel wieder auf dem neusten Stand. Zudem war es erst durch diese Technik möglich, den „Kreuzweg“ von Marcel Dupré aufzuführen.

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