Bundestagsabgeordneter Bernhard Daldrup beim Bürgermeister
Mehrfaches Lob für die Stadt Telgte

Telgte -

Zum Informationsaustausch trafen sich jetzt der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup und Bürgermeister Wolfgang Pieper im Rathaus. Mit dabei war der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Resnischek.

Donnerstag, 18.04.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 15:36 Uhr
Sprachen zusammen unter anderem über das geplante Neubaugebiet im Süden (v.l.): Bürgermeister Wolfgang Pieper, SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Resnischek und der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup.
Sprachen zusammen unter anderem über das geplante Neubaugebiet im Süden (v.l.): Bürgermeister Wolfgang Pieper, SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Resnischek und der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup. Foto: Große Hüttmann

Ob sozialer Wohnungsbau, der Klimaschutz oder die Finanzierung der Flüchtlingskosten: Bei vielen Themen lagen Bürgermeister Wolfgang Pieper und der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup nicht oder kaum auseinander.

In Begleitung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Resnischek besuchte der Berufspolitiker den Bürgermeister, um sich über wichtige Themen und Entwicklungen auszutauschen. „Das Ganze dient auch dazu, die Anregungen und Bedenken der Kommunen in meine Arbeit einfließen zu lassen“, sagte der Abgeordnete.

Ein zentrales Thema waren die Planungen der Stadt im Telgter Süden. Knapp 350 Wohneinheiten, etliche davon in Mehrfamilienhäusern, sollen in den nächsten Jahren östlich und westlich des Grünen Weges entstehen. Daldrup lobte vor allem den dort unter anderem geplanten Mietwohnungsbau. „Diesen Aspekt haben viele andere Kommunen in den vergangenen Jahren leider vernachlässigt.“

In diesem Zusammenhang wies er Bürgermeister Wolfgang Pieper auf das rund eine Milliarde Euro schwere Paket der Städtebauförderung hin. Im Rahmen dieses Programms gebe es unter anderem Mittel für Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden.

Ganz deutlich unterstrich der Bundestagsabgeordnete im Gespräch aber auch, dass die Fragen der Schaffung von neuem Wohnraum eng verknüpft mit den Fragen der Mobilität sein müssten. „Und damit meine ich nicht unbedingt Straßen“, sagte Daldrup und verwies auf Aspekte wie E-Mobilität, Car-Sharing oder den schienengebundenen Verkehr.

Damit waren sowohl er als auch Pieper direkt beim nächsten Thema, dem Klimaschutz. Auch hierbei bekam die Stadt Telgte vom Abgeordneten ein Lob. Seit Jahren stelle sich die Kommune dieser wichtigen Aufgabe und unternehme etliche Anstrengungen, um die lokalen Ziele zu erreichen.

Kopfschütteln gab es bei diesem Punkt aber seitens des Bürgermeisters. Denn der European-Energy-Award, an dem sich unter anderem Telgte in den vergangenen Jahren beteiligt hatte und der dem Klimawandel dient, sei seitens des Landes eingestampft worden. „Das ist ein Treppenwitz der Geschichte“, sagte Pieper, der das Ganze als hervorragendendes Instrumentarium zur Erreichung des Klimaschutzes auf lokaler Ebene ansieht. Ein letzter zentraler Punkt war die zukünftige Finanzierung der Flüchtlingskosten. Pieper kritisierte, dass das Land die Kommunen bei den Kosten für geduldete Flüchtlinge im Stich lasse. Rund 250 000 Euro mache das allein für die Stadtkasse Telgte im Jahr aus, sagte der Bürgermeister.

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